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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Ewige Verdammnis


(Kurz: 3788 Zeichen)
 Pamina Online seid 16.07.2009
(1653 mal gelesen)

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Seit etwa 1000 Jahren führten ihn nun schon seine dunklen Pfade durchs Leben.

Er hat Welten entstehen und durch Kriege untergehen sehen, er hat gesehen, wie hasserfüllte Menschen einander ermordeten, er sah wie tausende von Menschen beschuldigt wurden, Hexen zu sein und er hatte sie auf dem Scheiterhaufen brennen sehen. Die Todesschreie tausender Menschen liegen ihm noch heute in den Ohren und sein Herz wurde hunderte Male gebrochen, seine Seele zig mal mit Füßen getreten. Doch nun war es genug. Er konnte all das nicht mehr länger ertragen und so begab er sich tief unter die Erdoberfläche, um so lange auszuhar-ren, bis das Leben auf der Oberfläche ihn wieder zu sich holen würde. Wieder störten Unruhen den Frieden auf Erden, den es wohl nie wirklich gegeben hatte. Die Staaten bereiteten sich auf den Krieg des Jahrtausends vor. Es war das Jahr 2100 – die Bodenschätze waren bis auf wenige, geheime Lagerstätten völlig ausgebeutet. Die Luft war verpestet und es waren nur noch 10% der Wälder von vor 100 Jahren übrig. Seuchen breiteten sich auf allen Kontinenten aus und über 2 Drittel der Erdbevölkerung wurden ausgelöscht. Die Überlebenden litten an Hunger, Krankheit und Geld hatten nur die Politiker, die es für ihre Kriegsspiele zum Fenster raus warfen.

Ein Wettrüsten mit Atomwaffen schien bald seinen absoluten Höhepunkt zu finden – in einem alles vernichtenden Militärschlag. Und genauso kam es. Erst schossen die USA ihre Raketen ab, dann Länder des Nahen Ostens und bald waren es alle. Das Ganze dauerte 6 Monate – dann gab es niemanden mehr, der hätte schießen können. Es überlebten kaum mehr als 300 Menschen, versteckt hinter dicken Betonwänden in Bunkern. Und auch die sollten bald alle jämmerlich verhungern, ersticken und von Krankheiten geschwächt dahinsiechen. 3 Jahre gingen ins Land und die Erde war eine einzige Staubwüste ohne jede Lebensform. Fast ohne jede Lebensform, denn wie es das Schicksal so wollte, erwachte er gerade jetzt aus seinem Schlaf.

Kein Lärm der Welt vermochte ihn so unbarmherzig aus seinem todesähnlichen Dasein zu erwecken, wie diese totale Stille. Mit dem allerletzten Atemhauch der Menschheit öffnete er seine Augen wieder. In seinem Dämmerschlaf hatte er immer die Stimmen und Gedanken von der Erdoberfläche wahr genommen, doch nun gab es nichts mehr. Gar nichts. Mit größter Mühe grub er sich den Weg nach obenfrei. Doch was er dort erblickte war grausamer als jeder Todesschrei: Eine Wüste aus Staub und Steinen überzog die Erde bis zum Horizont. Der Himmel war schwarz – doch es war nicht die Nacht, die die Sonne verdrängt hatte. Auch der Himmel war mit Staub bedeckt. Keine Sonne, kein Mond, kein einziger Stern.

„Neeiin!!!!!“

Schrie er aus voller Kehle und sein Gesicht färbte sich schwarz von Bluttränen, die in der Dunkelheit ihr Rot verloren. Er fiel auf seine Knie und ließ den Staub immer wieder durch seine Hände rinnen, als würde er nicht begreifen, dass das die Realität war. Kurz darauf brach er wimmernd zusammen. Als er wieder zu sich kam, wusste er nicht, wie lange er schon dort gelegen hatte, doch es müssen Stunden gewesen sein. Der Wind wirbelte den Staub umher und ein ganzer Sandberg bedeckte ihn.

Erst jetzt wurde ihm bewusst, was das bedeuten würde: Es gab keine Menschen, das heißt kein Blut, er würde schwächer und schwächer werden und doch konnte er nicht sterben, so sehr er sich das jetzt auch wünschte. Das Einzige, was ihn hätte töten können, Die Sonne und das Feuer, waren für immer von diesem Planeten verbannt. Er war ein Verdammter, der erst jetzt, auf bitterste Art und Weise, erfahren hatte, was Verdammung eigentlich heißt.

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