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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Ricardo


(Mittel: 6368 Zeichen)
 Diana Otte Online seid 12.01.2006
(1099 mal gelesen)

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Alexa saß an der Bar und nippte an ihrem Drink. Aus den Lautsprechern erklangen diese Liebesballaden. Eigentlich hörte sie lieber Rockmusik, aber heute war sie in Stimmung für diese Liebesballaden. Ihr Mann hatte sich nach zwanzig Jahren Ehe von ihr scheiden lassen, und eine jüngere geheiratet. Jetzt musste sie mit vierzig ihr Leben neu ordnen. Ihr Blick fiel auf einen Mann am anderen Ende der Bar. Er war zirka einsachtzig groß, hatte schulterlange schwarze Haare und trug einen Jeansanzug.
Sein braungebranntes Gesicht wurde zur Hälfte von einer Sonnenbrille bedeckt. Alexa schätzte in auf Anfang dreißig. Er hatte vor einer halben Stunde ein Bier bestellt und noch keinen Schluck davon getrunken. Der Mann gefiel ihr. Für einen kurzen Moment dachte sie daran, mit ihm anzubandeln, doch dann verwarf sie den Gedanken gleich wieder. So ein junger Mann wollte ganz sicher nichts mit einer alten Schachtel wie sie zu tun haben, dachte sie.

Während sie ihn betrachtete, versperrte ihr plötzlich jemand die Sicht. Ein älterer untersetzter Mann mit Glatze setzte sich neben sie. Angetrunken wie er war, hatte er Mühe, sich auf dem Barhocker zu halten. Er beugte sich zu ihr rüber. „Na, so allein hier schöne Frau. Wie wäre es, wenn sie mir ein bisschen Gesellschaft leisten.“ Alexa distanzierte sich von ihm. „Nein danke, kein Interesse.“ Entgegnete sie. Der Mann ließ aber nicht locker. Er rückte näher zu ihr heran. „Warum denn so abweisend? Du bist doch so einsam wie ich.“ Drängte er weiter.
Alexa ekelte sich vor diesem Aufdringling. Sie hob die Hand und schob ihn von sich. „Lass mich in Ruhe. Verschwinde!“ Entgegnete sie etwas lauter, doch der Mann ignorierte es. Jetzt stand der Junge Mann im Jeansanzug auf. Langsam ging er zu den Beiden hinüber. Kurz hinter dem Mann blieb er stehen. „Die Dame legt auf ihre Gesellschaft keinen Wert.“ Sagte er ruhig aber bestimmt. Alexa sah zu ihm auf. Der Angetrunkene drehte sich verärgert um und wollte etwas erwidern, doch er blieb stumm. Der junge Mann hatte seine Sonnenbrille über die Stirn geschoben und richtete seinen Blick fest auf sein Gegenüber. Dieser erhob sich plötzlich ganz schnell und suchte das Weite. Er wurde von den Augen des Mannes verfolgt, bis er die Bartür hinter sich geschlossen hatte.

Alexa betrachtete diese Augen. Sie waren braun und wunderschön, doch irgendetwas unheimliches bedrohliches ging von ihnen aus. Gelassen schob der junge Mann die Sonnenbrille herunter, begab sich ohne ein weiteres Wort zu seinem Platz und widmete sich wieder seinem Bierglas. Sie sah ihn eine Weile unschlüssig an.
Dann sagte sie schließlich „Vielen Dank.“ „Gern geschehen.“ Bekam sie zur Antwort. „Ich heiße Alexa.“ Stellte sie sich vor. „Ein schöner Name.“ Entgegnete er. „Verraten sie mir auch, wie sie heißen?“ „Ricardo.“ Antwortete er kurz. „Ist mit ihrem Bier etwas nicht in Ordnung, oder warum haben sie noch nichts davon getrunken?“ Versuchte sie das Gespräch in Gang zu bringen. Der junge Mann nahm die Sonnenbrille ab und lachte. Alexa stellte fest, dass das bedrohliche aus seinen Augen verschwunden war. Ricardo steckte die Sonnenbrille ein, schob dem Barmann das Bierglas zu und setzte sich zu ihr. „Ich mache manchmal solche komischen Sachen und beobachte die Reaktion der Leute. Das ist sehr amüsant.“ Erklärte er. Alexa musste schmunzeln. „Außerdem erfährt man viel über die Menschen, wenn man sie beobachtet.“ Fuhr er fort. „Und was haben sie über mich herausgefunden?“ Forschte sie. „Sie sind eine sehr attraktive, selbstbewusste Frau.
Sie wären auch ohne meine Hilfe mit diesem Kerl fertig geworden.“ „Warum haben sie mir dann geholfen?“ „Ich wollte ihnen imponieren.“ Gestand er. „Das ist ihnen gelungen.“ Ricardo sah ihr in die Augen. Er fesselte ihre Aufmerksamkeit. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen. „Wollen wir nicht das alberne Sie weglassen und uns duzen.“ Sagte sie. „Von mir aus gern.“ Stimmte er schnell zu, ohne den Blick von ihr zu lösen. Er beugte sich zu ihr hinüber und küsste sie auf den Mund. Das überrumpelte sie, aber sie konnte sich nicht dagegen wehren. Eigentlich wollte sie das auch gar nicht. „Was hältst du davon, wenn wir woanders hingehen, und unser Gespräch weiter vertiefen?“ Schlug er plötzlich vor. Sie wollte es verneinen, aber sie fühlte sich geschmeichelt, von so einem jungen Mann begehrt zu werden. Außerdem hatte sie schon so lange keinen Sex mehr gehabt. Sie stimmte zu.

Ricardo bezahlte die Getränke und rief ein Taxi. Sie fuhren zu einer alten Villa. Alexa sah sich um. „Ist das dein Haus? Fragte sie erstaunt. „Nein, das habe ich nur gemietet. Ich wohne hier, wenn ich in der Stadt bin.“ Erklärte er und führte sie hinein. Wieder küssten sie sich. Ricardo trug sie hinauf ins Schlafzimmer. Sie zogen sich aus und legten sich auf das große Bett. Er streichelte und küsste sie an jeder Stelle ihres Körpers. Sie genoss jede Berührung. Soviel Aufmerksamkeit hatte ihr noch niemand geschenkt. Ricardo sah sie an. „Ich begehre dich schon so lange.“ Sagte er plötzlich. „Du denkst, du bist alt und unattraktiv, weil dein Mann dich wegen einer Jüngeren verlassen hat.
Aber das stimmt nicht. Dein Mann ist ein Narr, so ein Juwel wie dich wegzuwerfen.“ Alexa war irritiert. Woher wusste er das. War das Treffen in der Bar etwa kein Zufall gewesen. Hatte er ihr die ganze Zeit nachgestellt. Sie wollte etwas sagen, doch er legte seine Finger auf ihren Mund und gebot ihr Schweigen. „Ich möchte, dass du immer so bleibst. Ich kann dafür sorgen, dass du nie alt wirst, nie krank und nie stirbst.“ Er entblößte seine spitzen Eckzähne vor ihr. Fassungslos starrte sie ihn an. Sie hatte Bücher und Geschichten über Vampire gelesen, doch niemals an ihre Existenz geglaubt. Zögernd berührte sie sein Gesicht. Er ließ es lächelnd zu. „Du wirst immer noch schön sein, wenn diese junge Frau, wegen der dich dein Mann verlassen hat, schon längst zu Staub zerfallen ist. Willst du das? Fragte er. „Ja.“ Flüsterte sie. Ricardo küsste sie. Er drang in sie ein, und führte sie zur Ekstase. Dann spürte sie nur noch einen stechenden Schmerz an ihrer Kehle, und es wurde dunkel um sie herum.

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