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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Lebensretter


(Mittel: 7389 Zeichen)
 Victoria Online seid 11.01.2006
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Es regnete während ich in der Dunkelheit durch die Stadt ging. Alle anderen Menschen, denen ich begegnete, hatten ihre Köpfe eingezogen oder hatten Regenschirme und versuchten so schnell wie möglich an ihr Ziel zu kommen. Ich dagegen genoss den Regen, der mir auf mein schulterlanges braun-blondes Haar viel, beinahe. Ich hatte es nicht mehr eilig an mein Ziel zu kommen, wieso auch es war nun beschlossene Sache und ob ich mir dafür ein paar Minuten länger Zeit ließ, würde niemanden stören.
Ein Blitz erhellte den Himmel und ich musste darüber lächeln, früher als ich noch ein kleines Kind war, hatte ich mich bei dem Wetter immer gefürchtet und hatte gedacht, die Welt würde zusammenbrechen. Das Lächeln fühlte sich nach so langer Zeit, des ernsten Gesichts ziehen, seltsam an und darüber musste ich noch mehr lächeln.
Fast bereute ich meinen Entschluss nun zu sterben, aber dann sah ich eine alte Frau die mich unter ihrem Schirm komisch ansah und ich merkte, wie blöd ich aussehen musste mit diesem blödem Lächeln, während ich langsam durch den Regen ging. Das Lächeln verschwand und mein Gesicht wurde wieder zu der mürrischen Maske, die sie in den letzten Jahren immer gewesen war. Ich wand meinen Blick zu Boden und beschleunigte meine Schritte. Je früher ich bei der Brücke bin um so besser. Schoss es mir durch den Kopf und ich nickte kaum merklich.


Als ich mich dem Stadtrand näherte kam ich an einer der beliebtesten Diskotheken hier vorbei. Zu mindestens dachte ich, sie währe beliebt, weil die anderen aus meiner Klasse oft darüber redeten am Wochenende hier hin zu gehen. Ich war noch nie in so etwas, wieso auch? Ich wusste auch so, dass ich nicht tanzen konnte und ich hatte keine Lust darinnen zu sitzen und mich von allen anstarren zu lassen, die sich dann vermutlich dachten, was macht den die hier und dann noch ganz allein, man wie peinlich. Nein danke, darauf konnte ich verzichten.
Der Regen nahm zu, als ich die Stadt verließ und mittlerweile verfluchte ich ihn. Natürlich hatte ich vergessen mir eine Regenjacke anzuziehen und ich trug nur meinen mittlerweile völlig durchnässten Sweater. Ich stellte mir vor, wie blöd ich aussehen musste, obwohl hier nicht einmal mehr Menschen waren.


Ein Auto raste an mir vorbei und ich überlegte mir, wann meine Eltern wohl merken würden, dass ich weg war. Egal es wird zu spät sein. Irgendwie hatte dieser Gedanke etwas positives wie auch etwas trauriges an sich.
Nun konnte ich die Brücke schon sehen, ich hatte sie ausgewählt, weil keine Straßenlaternen darauf die schützende Dunkelheit vertrieben. Als ich mich ihrer Mitte näherte, erkannte ich plötzlich, dass noch jemand auf der Brücke war. Etwas in mir schrie, ich solle verschwinden, bevor der mich sah, aber ich war nun bereit und wenn ich jetzt kniff, würde ich mich vielleicht nicht mehr trauen, außerdem hoffte ich, dass die Person bald verschwinden würde.
Ich stellte mich knapp fünf Meter von ihm an das Gelände der Brücke und wartete, dass er verschwand. Aus den Augenwinkel beobachtete ich die Person. Es war ein Junge vielleicht in meinem alter, aber da war ich mir nicht sich, ich war ziemlich schlecht im Schätzen von Alter. Ich kannte ihn nicht, aber das bedeutete nichts, obwohl die Stadt nicht besonders groß war, kannte ich kaum jemanden daraus. Er hatte mich nicht bemerkt sondern starrte in die Dunklen Fluten unter uns.


Ein Blitz zerriss den Himmel und in dem Licht konnte ich ihn besser erkennen. Er hatte weiß-blonde Haare, die er im Nacken zusammen gebunden hatte, war vielleicht zwei, drei Zentimeter größer als ich und hatte ein bleiches Gesicht. Super, wenn der zu viel getrunken hat und hier ist um zu kotzen, bleibt der vermutlich länger, schoss es mir durch den Kopf und mir war klar, dass ich nicht länger warten wollte.
„Hallo.“ Na toll er hatte mich entdeckt. „Was machst du hier?“ Seine Stimme klang nicht betrunken, aber ich konnte das ja eigentlich nicht wirklich beurteilen, und auch nicht, als hätte er sich übergeben.
„Scher dich um deinen eigenen Dreck.“, murmelte ich so leise, dass er es nicht hören dürfte.
„Schlecht aufgelegt?“, fragte der Junge weiter und kam lächelnd etwas näher.


Unter anderen Umständen hätte ich in attraktiv gefunden, aber jetzt war ich einfach wütend, dass er mich nicht in Ruhe ließ. Los spring! Schrie etwas in mir und ich kletterte über das Geländer.
„Verdammt, was machst du da!“, rief der Junge erschrocken, aber bevor er mich erreichen konnte, sprang ich.
Der Sturz war kurz und als ich auf die Wasseroberfläche durchschlug und von der Strömung erfasst wurde verlor ich das Bewusstsein.

Ich erwachte, von einem seltsam kupfernem Geschmack im Mund. Das erste was ich sah, als ich die Augen aufschlug, war der Junge von der Brücke, der sich über mich beugte und sich seinen Jackenärmel bis zur Hand herunter zog. Das Licht kam von einer Straßenlaterne, die neben einer Parkbank stand, auf der ich lag.
„Was ist passiert?“, fragte ich leise.


„Du bist auf dem nassen Boden der Brücke hingefallen und ich hab dich erst mal hier her gebracht um zu sehen ob dir etwas fehlt.“, meinte der Junge, seine Stimme klang freundlich.
Ich schüttelte den Kopf, ich war gesprungen nicht gefallen. „Was redest du da für 'nen Mist? Ich bin von der Brücke gesprungen...und jetzt bin ich hier.“
Der Junge sah mich verwirrt an. „Hast du dir bei dem Sturz den Kopf geschlagen? Du bist ausgerutscht sonst war da nichts.“, meinte er und fügte dann hinzu: „Und warum solltest du springen? Du siehst nicht wie jemand aus, der so schnell aufgibt, wenn einem die Welt einmal nicht gefällt.“


Aber ich war doch gesprongen, oder? Meine Kleidung war zu mindestens völlig durchnässt und ich hatte doch den Aufprall gespürt. Aber was war dann passiert.
„Falls du an der Brücke warst um zu springen, bedenke das es nach diesem Punkt nicht mehr schlimmer werden kann, sondern nur noch besser. Wenn du deswegen dort warst, nimm deinen Sturz doch einfach als zweite Chance.“
Ich nickte nur, was sollte ich sonst tun? Er gab mir seine Jacke, als er sah wie ich schlotterte und brachte mich nach Hause, so als ob er Angst hatte, dass ich es noch einmal versuchen konnte, mich umzubringen. Aber nun war meine Überzeugung dazu verschwunden und ich spürte umso deutlicher meine Glieder, die etwa vom Aufschlag auf dem Wasser oder dem Asphalt schmerzten.
Als wir bei mir daheim waren, küsste mich der Junge und als ich den Kuss erwiderte, schnitt ich mir die Zunge an etwas spitzen in seinem Mund. Ich zuckte kurz zusammen und er löste sich sanft von mir und verschwand dann in die Dunkelheit.

Ich sah den Jungen nie wieder, in den ersten Wochen ging ich immer wieder zur Brücke um ihn wieder zu sehen, aber er war nie dort.
Aber ich versuchte nie wieder mir das Leben zu nehmen. Es war wie er gesagt hatte, nach diesem Tag wurde es besser. Ich freundete mich mit einigen Mädchen aus meiner Schule an, verliebte mich in verschiedene Jungen. Später heiratete ich und wir bekamen zwei Kinder.

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