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Vampir Geschichten

Kurzgeschichten über die Nachtwesen

Der letzte Tanz


(Mittel: 6574 Zeichen)
 Leila Online seid 11.01.2006
(1507 mal gelesen)

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Jenna betrat die Diskothek und suchte sich einen Platz an der Bar, von dem aus sie einen guten Überblick hatte. Auf der Tanzfläche bewegten sich im flackernden Licht wie in Zeitlupe die unterschiedlichsten Gestalten: Teenager in schrillen Farben, schwarz gekleidete Gothics und bereits betrunkene Tänzer, deren Schritte unsicher wirkten. Musik dröhnte aus Lautsprechern und farbige Lichtkegel flackerten über die Tanzfläche. Aber nach kurzer Zeit schenkte sie all dem kein Interesse mehr.


Auf der anderen Seite der Tanzfläche stand ein junger Mann und starrte sie schon eine ganze Weile unverwandt an. Bisher hatte sie vorgegeben seine Blicke nicht zu bemerken, aber jetzt streifte sie seine Augen mit einem kurzen scheuen Lächeln und wandte sich gleich wieder ab. Dann strich sie sich mit einer wohl berechneten Bewegung das Haar aus dem Gesicht. Sein Interesse war geweckt.
Der junge Mann war - wie Jenna selbst – dunkel gekleidet und eigentlich fand sie ihn wirklich gut aussehend. Jenna wartete gespannt ab was der ominöse Typ als nächstes tun würde. Doch zunächst schien er sich damit zu begnügen weiter zu ihr herüber zu sehen. Sie wartete geduldig, achtete aber jetzt auf ihre Bewegungen; gab ihnen mehr Weichheit und Anmut. Und aus den Augenwinkeln heraus beobachtete sie den Mann möglichst unauffällig.


Langsam, beinahe in Zeitlupe, umrundete er die Tanzfläche und kam Jenna immer näher. Sie schmunzelte insgeheim über seinen vergeblichen Versuch es wie Zufall aussehen zu lassen. Dann setzte er sich einige Meter neben sie an die Bar, bestellte einen Drink und schien erst einmal für nichts anderes Interesse zu haben.
Jenna hatte genug vom Warten und ergriff jetzt die Initiative: Sie schlenderte zu dem dunkelhaarigen Mann hinüber, setzte sich neben ihn und starrte ihn jetzt ebenso unverhohlen an wie er sie zuvor angesehen hatte.


„Guten Abend!“ begann sie das Gespräch. „Wie ich sehe habt… haben Sie es jetzt beinahe bis zu mir geschafft“ bemerkte sie mit einem schelmischen Lächeln. Er sah sie etwas irritiert und beinahe überrumpelt an. Dann lächelte er verlegen. „Ich gebe zu, Sie haben mich heute Abend irgendwie angezogen. Ich bin Tom.“ „Jenna“ entgegnete sie. „Bist du öfters hier?“ erkundigte sie sich. „Ich komme nur gelegentlich, wenn ich eben gerade Lust und Zeit habe. Und heute Abend hat mich ein Freund versetzt und da dachte ich, ich schaue mal wieder im Blue Moon vorbei. Tja, und dann bist du mir aufgefallen…“
Sie redeten stundenlang und Jenna merkte gar nicht wie die Zeit verging. Tom war witzig und sympathisch, und immer wieder stießen sie auf ein Thema, dass sie beide interessierte. „Kannst du tanzen?“ fragte Jenna schließlich keck, wohl wissend, dass hierauf die meisten Männer heutzutage mit Nein antworten mussten.



Aber zu ihrer Überraschung nickte Tom. „Ja, ich habe nach meinem Schultanzkurs noch jahrelang getanzt – bis zum Goldkurs.“ „Dann sollten wir uns einmal zum klassischen Tanzen treffen. Ich bin schon eine ganze Weile auf der Suche nach einem Partner, aber bisher habe ich noch keinen gefunden, der zu mir passt“ gestand Jenna. Tom nickte.
„Willst du tanzen?“ fragte Tom sie. Jenna lachte und blickte auf die mehr oder weniger seltsamen Bewegungen der Menschen auf der Tanzfläche. „Hier?“ fragte sie leise in abfälligem Ton. Aber dann fing sie sich sofort wieder. „Aber gerne!“ entgegnete sie dann lauter. Tom zog sie mit sich auf die Tanzfläche, wo Jenna sich etwas widerwillig dem Rhythmus der Musik überließ. Sie hielt eigentlich ganz und gar nichts von dem albernen Herumhüpfen. Unter Tanzen verstand sie etwas anderes, aber Tom schien es zu gefallen und so hielt sie immerhin eine halbe Stunde durch.
„Ich brauche eine Pause“ entzog sie sich diplomatisch der Tanzfläche. „Lass uns doch woanders hingehen, Tom. Mir ist es im Blue Moon heute zu voll.“ Tom stimmte ihr zu. „Ich kenne ein nettes Bistro nicht weit von hier.“

Das Bistro war wirklich keine zehn Minuten entfernt und Jenna wunderte sich, dass sie es noch nicht kannte. Eigentlich war sie immer in dieser Gegend unterwegs und wenn man sie gefragt hätte, hätte sie behauptet, sie kenne die Gegend wie ihre Westentasche.
„Habe ich zuviel versprochen?“ fragte Tom. Jenna schüttelte den Kopf. „Nein, überhaupt nicht.



Es ist super hier. Gemütlich, nicht so verraucht wie in vielen Kneipen…“ Aber Jenna war nicht ganz bei der Sache. Unruhig sah sie auf die Uhr. Weit nach Mitternacht. Halb vier.
„Tom, es tut mir leid, aber ich bin müde. Würde es dir etwas ausmachen, wenn wir gehen?“ fragte sie direkt. Tom öffnete den Mund, wohl um zu sagen, dass sie doch erst gekommen waren. Dann überlegte er es sich anders. „Nein, schon in Ordnung. Darf ich dich nach Hause begleiten?“ Jenna lächelte erleichtert; genau das hatte sie sich gewünscht.
Es war dunkel und die Straßen waren wie ausgestorben. Jenna führte Tom zielsicher durch die Dunkelheit kreuz und quer durch die Stadt. Schließlich standen sie über eine halbe Stunde später vor ihrem Haus.


„Danke, dass du mich gebracht hast.“ Dann schwiegen sie. Sie wussten nicht so Recht was sie sagen sollten. „Willst du noch einen Moment mit reinkommen?“ Tom zögerte. „Aber du bist müde und ich will dich nicht weiter stören“ sagte er dann. Jenna schüttelte den Kopf. „Aber nein, du störst mich nicht. So müde bin ich nun auch wieder nicht. Bitte, du musst unbedingt noch mitkommen, weil…“ Jenna biss sich auf die Zunge und schwieg rasch. Aber Tom schien es nicht gemerkt zu haben und stimmte schließlich zu.


Sie saßen im Wohnzimmer. Das Haus war ein großzügiger Altbau mit Kamin und Jenna zündete ihn an. Sie nickte zufrieden: Die richtige Stimmung. Sie setzte sich neben Tom und sah ihm tief in die Augen. Dann legte sie ihre Hand auf seinen Oberschenkel. Tom sah sie verwirrt und irritiert an und schien sich sichtlich unwohl zu fühlen, aber Jenna ignorierte es. Das war jetzt nicht mehr wichtig. „Ich kann deinen Puls sehen.“ Ihre Finger strichen über seine Halsschlagader. Tom wirkte nervös. „Bitte, Jenna…“ Sie hörte es nicht mehr. Ihre Sinne waren nur noch auf eines fixiert und ihre Zähne bohrten sich durch seine Haut bis warmes Blut in ihre Kehle rann.

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