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Vampir-Club Forum - #6310 - Der Vampirismus in satanischen Kulten
Vampir-Club Forum Montag, 24. Februar 2020
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Vampir-Club Forum » Religion, Okkultismus, Esoterik » Der Vampirismus in satanischen Kulten

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Darlla
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Darlla

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#6310 gepostet am 25/12/2009 09:13:12 Uhr (17 Antworten eingegangen, 2510x gelesen)
Werte Gemeinde,

Die Gemeinsamkeiten zwischen Hexen, Satanisten und Vampiren sind zahlreich. Dabei verbindet sie nicht nur, dass sie sich allesamt dem Bösen und der Finsternis verschrieben haben. Eine alte Vorstellung ist z.B. dass Hexen und Hexenmeister nach ihrem Tod als Vampire umgehen müssen. Bereits zu ihren Lebzeiten sollen sie Menschblut trinken. Daneben suchen Schwarzmagier nach dem "Lebenselixier", für dessen Herstellung nicht selten das Leben anderer Menschen geopfert werden muss, um ihr eigenes begrenztes Dasein, gleich dem der Untoten, auf ewig zu nähren.

Der Vampir ist für die meisten Satanisten eine faszinierende Gestalt. So ist etwas der "Drachenorden", von dem sich der Name Dracula ableitet - und mit dessen Mitgliedschaft Draculas Vater, Vlad II, vom Kaiser Sigismund beehrt worden war, in seiner heutigen entarteten Form von Satanisten dominiert. Auch die erwähnte Vampirjagd auf dem Londoner Highbrate Friedhof, hatte ihre Ursache möglicherweise im Treiben einiger Satansjünger, die dort Gräber aufbrachen, Tiere opferten, diese aubluten ließen und wahrscheinlich auf von deren Blut tranken. Erst die zurückgebliebenen Spuren mochten dem Vampirjäger Farrant und seinen Anhängern als genügend "Beweise" für das Treiben von Untoten erschienen sein.

Umgekehrt sich es so aus, als seien auch einige Vampire vom Satanspuk fasziniert. Auch die Kirche nahm Zusammenhänge zwischen dem Satan und Vampiren an. Selbst heute gibt es noch Exorzisten, die sowohl die Teufelsaustreibung als auch die Vampirvertreibung praktizieren. Der britische Geistliche Christopher Neil-Smith etwa, will seine Klienten nicht nur von Symptomen der Teufelsbessenheit heilen können, sondern auch bewirken, das Hilfesuchende mit Vampiropfermerkmalen von ihrem Leiden befreit werden.

Höhepunkt aller satanischen Aktivitäten bildet die Schwarze Messe mit der Anrufung Satans. Die Schwarze Messe ist von ihrem Aufbau her eine diabolische Umkehrung des christlichen Gottesdienstes. Werden dort Gott und Christus verherrlicht, so werden sie hier verhöhnt. Wird im christlichen Gottesdienst das Heilige und Geistige verehrt, so in der Schwarzen Messe das Inferiore und Dunkel-Archaische. Während Christus sein Blut und Fleisch den Menschen in der heiligen Handlung der Eucharistiefeier schenkt, verlangt der Widersacher Opfer. Dies geschieht zumeist, indem über einem auf dem Altar liegenden entblößten Frauenkörper ein Tier geschlachtet oder im "Idealfall" ein Säugling getötet wird.

Stellt im christlichen Gottesdienst die Kommunion den Höhepunkt der eucharistischen Dienstes dar, leitet im satanischen Kult die rituelle Schlachtung des Opfers den Beginn einer Orgie ein, die von Hostienfrevel, Tempelschändung, Völlerei, Rausch, Nackttanz über Sodomie, Flagellantismus bis zu Kannibalismus und einem Suhlen von Blut reicht. Man kann also sagen, auch in der Schwarzen Messe verbinden sich wie beim Vampirsex Lust und Tod und die Einverleibung von Fleisch und Blut.

Wo immer eine Religion dualistisch strukturiert ist, wie z.B. im Christentum, gibt einen "offiziellen" oder "guten" Gott und einen Widersacher, den Vertreter des Bösen. Aber auch in den Naturreligionen, in denen dises Schwarz-Weiß-Schema am wenigsten ausgebildet ist, begegnen uns bereits "böse", d.h. eindeutig schwarzmagische Praktiken. Diese äußern sich im Regelfall darin, dass man einen Gegner durch Zauberei schädigen will, was bis zum Tod des Feindes führen kann. Was mich hier im Zusammenhang mit dem Thema Vampirismus interessiert, ist die Art und Weise, wie die Medizinmänner bei ihrem schwarzen Zauber vorgehen. Sie setzen nämlich eine Kraft ein, mit der auch Vampire operieren: Die Kraft der Suggestion.

Wie der Vampir, so muss auch der Medizinmann mit seinem Opfer in eine psychischen Rapport treten. Daher ist auch wichtig, dass das Opfer von seiner Verdammung weiss, damit eine intensive fluidaler Kontakt zwischen Opfer und Täter hergesellt werden kann. Dieser Kontakt bewirkt, dass die suggetive Kraft des Zauberes sich beim Opfer als eine autosuggestive Kraft fortpflanzt, un der Verdammte sich hoffnungslos in seine ihm aufgezwungene Rolle als Opfer ergibt. Die Tränke und Tinkturen, welche der Zauberer für seinen Fluch zusammenbraut, dienen dabei wohl vorrangig als Kulisse, hinter der sich die hypnotischen Kräfte wirkungsvoll entfalten können, mit denen der Zauberer das Opfer in den Bann seines eigenen Willens zwingt. Diese hypnotischen Willenskräfte sind anerkannterweise beim primitivsten Menschen ausgeprägter als bei den müden und übersättigten Angehörigen einer Hoch- udn Spätzivilisation. Dieser latente Atavismus weisst aber wieder zurück auf den Vampir, wie ja überhaupt das "Böse" im Menschen nicht selten archaische Triebstrukturren entfesselt, die zu weit vitaleren Kraftentladungen führen als das "Gute".

Hochachtungsvoll

Darla


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Gast
#98903 gepostet am 25/12/2009 11:16:51 Uhr
Seid gegrüsst werte Lady Darla,

hier klingt ein Thema an , das noch weite Kreise ziehen kann.

Aber fängt es nicht damit an: das Gott den Engeln erklärt hat das sie unsterblich seien und bräuchten darum kein Nachkommen. Deshalb habe er ihnen keine Frauen und Kinder gegeben. Doch wurde die Geschichte nicht später so gedeutet, dass das Böse, das " Blutvergiessen" und die verbotenen Künste durch ein verabscheuungswürdiges Verbrechen gegen die Natur auf die Erde gekommen sei. ???

Vieleicht liege ich falsch, aber für mich fängt es damit an, warum viele Anhänger des Bösen, immer meinen Blut zu sich zunehmen sei eine tat des Teufels...

Mhmmm???

Hochachtungsvoll


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Darlla
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Darlla

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#98907 gepostet am 25/12/2009 13:24:06 Uhr
Seid gegrüsst verehrter Gast,

Nun, es obliegt schon meiner Absicht mit meinen Themen weite Kreise zu ziehen, darin liegt nunmal der Sinn meines Handels *zwinkert Euch zu*

Ich weiss, das dies ein empfindliches Thema ist, wie andere zuvor auch die ich schrieb. Schwarzmagische Praktiken sind so alt wie die Menschheit selbst. Die Schwarze Messe und die heutigen Praktiken der Satanisten haben sich aber erst mit der Ausbildung des Christentums herauskristallisiert. Ihre Blütenzeit hatte die Schwarze Messe un der mit ihr verbundene Satanskult im Mittelalter, wo sie sich nicht selten mit ketzerischen Strömungen innerhalb des Christentums verband. Das Barock, vor allem das Zeitalter Ludwigs XIV, erlebte eine Privatisierung der Schwarzen Messe, deren archaischer Zauber gerade auf die gelangweilte und intrigante Höflingskaste nicht ohne suggestive Wirkung blieb.

Am Ende der feudalen Ära wurde die Schwarze Messe durch den Marquis de Sade literarisiert. Er benutzte den ganzen Höllenspuk vorrangig dazu, um seine Fantasien von sexuellen Rasereien und sadistischen Ausschweifungen die höchstmögliche Steigerungsform zu verleihen. Die Literarisierung der Schwarzen Messe wurde von den Romatikern aufgegriffen, aber in eine Poetisierung des Satans und aller Nachtseiten des Lebens verwandelt. Eine literarisch bemerkenswerte und zugleich detaillierte Beschreibung einer Schwarzen Messe legte 1891 der symbolistische Dichter Joris K. Huysmans in seinem Roman "Tief unten" vor. Kern und Gesetz des Satanismus sind hier, "daß der Erwählte des Bösen die Wendeltreppe der Sünde hinabsteige bis zu ihrer letzten Stufe." Das Böse stellt einerseits eine Revolte gegen gesellschaftliche und religöse Zwänge dar, andererseits deutet das Buch Huysmans an, daß Erlösung und Aufstieg des Menschen erst dann erfolgen können, wenn er zuvor "Tief unten" war und alle Wonnen und Qualen der Verdammnis ausgekostet hat.

Die Schwarze Messe wird auch im 20. Jhd. praktiziert. Wir begegnen ihr in der Literatur, im Trivialsektor oder in der bildenden Kunst z.B. in Form von Happenings, so in Szene gesetzt etwa von Hermann Nitsch oder Otto Muehl. Sinn derartiger Aktionen soll die Befreiung des Menschen aus der Welt bürgerliche Normen sein. Selbstverständlich praktizieren auch die Satanisten weiterhin den schwarzen Kult, wobei bei Ihnen der Stellenwert des spezifisch Vampirischen eine weitere Aufwertung erfuhr. So ließ sich der bekannteste Satanist des 20. Jhd., Aleister Crowley, der von seinen Anhängern als "Grosses Tier 666" verehrt und von der englischen Gesellschaft als "gottlosester Mann der Welt" ausgestoßen wurde, siene Eckzähne spitz zufeilen.

Begegnete Crowley einer Vereherin, dann neigte er sich vor und gab ihr einen "Schlangenkuß", indem er ihr mit seinen Fangzähnen ins Handgelenk oder auch in die Kehle biß. Natürlich floß auch viel Blut, zumeist von Hunden und Katzen, wenn Crowley seine höllischen Rituale vollzog. Das Blut wurde dabei äußerst epigonal über nackte weibliche Körper ausgegossen, mußte gelegentlich aber auch von den Jüngeren getrunken werden. Auch Charles Manson ließ sich von seiner "Familie" als Satan verehren. Bie nächtlichen Riten wurde die Tiere geopfert und ihr Blut würde über Paare ausgegossen, die die freie Liebe praktizierten. Anschließend wurde das Blut getrunken.

Mit seinen getreuesten Anhängern glaubte Manson sich nachts in einen Vampir zu verwandeln und beschaffte sich menschlische Opfer. Das Opfer wurde auf einen Tisch festgebunden und mittels eines Appartes, der aus sechs Messern bestand, zeremoniell getötet. Die Anhänger verschlangen das noch zuckende Herz. Manson befahl auch das Massaker an Sharon Tate, der weiblichen Hauptdarstellerin aus Roman Polanskis Film "Tanz der Vampire". A.S. La Vey, der 1966 in den USA die "Church of Satan" gegründet hat, verkündet, Crowleys Aufforderung - "Do what you like" aufgreifend, daß der Mensch einzig und allein dazu erschaffen sei, seine Triebe und Instinkte ungehemmt zu befriedigen. Das dürfte selbst auf Kosten der "Schwachen" geschehen. So fordert er in seiner Lehrschrift "The Satanic Bible" seine Jünger auch zu Praktiken eines psychischen Vampirismus auf, um die eigene Kraft und das eigene Wohlbefinden zu stärken.

Doch trotz aller Schwarzen Messen und Scheußlichkeiten dürfe das, was die Satanisten angerichtet haben, gering sein im Vergleich zu dem, was einige Menschen angerichtet haben, wen sie über eine reale Macht verfügt haben. Was bleibt von der Empörung über den Atrappensatan Aleister Crwoley übrig, wenn man seine Untaten an denn eines Gilles de Rais, Vlad Tepes oder gar Stalin oder Hitler mißt !?

In diesem Sinne.

Hochachtungsvoll

Darla


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Gast
#98912 gepostet am 25/12/2009 15:34:16 Uhr
Ich grüsse herzlich zurück werte Lady Darla,

Euer letzter Absatz sprach mir aus dem Herzen, auch ich hätte dahin gehen was gesagt...

Und hättet Ihr noch nicht geschrieben, wäre ich auf das Thema " Gilles de Ray" eingegangen. Seine Chroniken sprechen von ca 140 Kindern die er in satanischen Riten getötet hat.
Sowie die Messen des Abbé Guibourg (als Perversion des katholischen Messritus im 17.Jahrhundert) er veranstalte meist die Messen für Athénais de Tonnay-Chanrente, Marquise de Montespan. Berühmheit erlangte dadurch Chatérine Montrovoisin (La Voisine) die seine Helferin war.

Ich sehe bei allen schwarzen Messen im Vordergrund die Sexualität. Das Blut bedeutet Energie, Leben, gibt Kraft, es berauscht und es sieht im Kerzenschein Schwarz aus. Das ist doch viel besser als Wein oder andere Dinge...

Auch eines meiner Lieblingsbücher "Spass" von Will Self befasst sich mit den Abgründen der Menschheit, was für Tiere sie doch alle sind...

nun lehne ich mich erstmal zurrück...

*verneig*


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Gast
#98916 gepostet am 25/12/2009 16:24:23 Uhr
Ich muss noch was zu erläutern als ich von der schwarzen Messe schrieb, sprach ich nicht über mein Empfinden von Blut, sondern wie es allgemein ausgelegt wird. - Nicht das ich hier wieder an den Pranger gestellt werd-

Definitiv ist es nur so: Die meisten Anhänger der satanischen Kulte, möchten sich gern selbst verstecken und was ist da besser als sich hinter der Maske eines Vampirs.

*verneig*


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Gast
#98917 gepostet am 25/12/2009 16:51:38 Uhr
... ich bin ja berüchtigt vom Thema abzuschweifen, aber ich finde es gar nicht so uninteressant die Musik mit einzubeziehen.
Grad wenn ich an eine ganz spezielle Szene denke die des " Black Metal". Sie ist in jeder Hinsicht die extremste Form des Heavy Metal und wird sicher als die wahrscheinlich unheilvollste Musikform in die Geschichte eingehen.
Die jünger des BM übten Anschläge auf Kirchen, Friedhöfen usw. aus zudem spielt auch immer auf der Bühne Gewalt und Blut eine grosse Rolle. Erinnere mich an eine Band die
Tierköpfe auf der Bühne stehen hatten und mit Blut spuckten das sie danach Aufftritsverbot erhielten. Auch hier kommt immer wieder die Innerliche Bösartigkeit eines jeden von uns hoch...

*verneig*


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MythosTheElder
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#99105 gepostet am 01/01/2010 14:32:29 Uhr
Seid gegrüßt, Ladies, Lords, Gäste, Mitleser,

ich habe länger damit gerungen, ob ich hier in diesem Thread etwas schreiben soll, weil ich schlichtweg vom Eingangspost entsetzt bin.

Aber dennoch, möchte ich zwei Dinge erläutern.
Erstens, nahezu alle Satanskulte, sprich nahezu 99 Prozent, würden mit ihrem "Handeln" genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich gedenken bewerkstelligen zu wollen. Und auch sämtliche "Hexen und Hexenmeister" die sich diese Ideologien verschrieben haben, machen ihre "Sache" komplett falsch. Darum muss ich mich auch klar und deutlich von solchen Individuen klar distanzieren und spreche für ALLE real existierenden Vampire eine klare Gegenposition aus. Es kann und darf nicht sein, das Vampire hier mit Menschen in einem Topf geworfen werden, die offensichtlich die Struktur des Christentums und damit auch Satan selbst, komplett fehlinterpretieren.

Zweitens, möchte ich auch klar stellen, das nur der LITERARISCHE Vampir "Böse" ist/sein kann. Eine generelle Aussage zu tätigen, das Vampire Böse sind, ist irgendwie frech. Sicherlich gibt es unter meiner Art auch jene, die Böses tun oder getan haben. In der Vergangenheit, Gegenwart und auch in der Zukunft hat es und wird es immer wieder welche geben, die Böse taten oder tun. Doch unzählige Vampire hier über einen Kamm zu scheren und zu behaupten sie seien ALLE Böse, und nicht anders kann man eine solche Äußerung herauslesen, schlägt dem Fass irgendwie den Boden aus.

Mal ganz davon abgesehen, das in dem Eingangspost, offensichtlich mehrere Aspekte "zusammenerfasst" worden sind, sind ein paar Äußerungen und Interpretationen auch schlichtweg falsch. Besonders die Interpretation von de Sade. Ergänzend erwähnte ich hier, das ich gebundene Ausgaben aus dem 19. Jahrhundert von de Sade habe und das ganze aus einem speziellen Blickwinkel betrachten kann, der in diesem Board aber nichts zu suchen habt, das es nicht FSK12 wäre.

Sollte jemand auf die Idee kommen, meine Aussage in Zweifel zu ziehen über die Satanskulte, so nehme ich diesem gern hier auch direkt den Wind aus den Segeln.

1. Habe ich mich auch mit vielen Satanskulten befasst und kenne unzählige Aussagen, Philosophien und Lebenseinstellungen aus dieser "Szenerie". Und sehr viele Folgen auf verschiedenen Pfaden erwähnten "Crowley", der einer der Urväter von dummer Satanshysterie ist und alles Falsch gemacht hat.

2. Ist es sehr einfach, nachzuweisen, das Satanskulte eher alles Falsch machen, statt richtig und das es eher die Christen sind, die jene Macht Satans aufrecht erhalten, denn die Anhänger solcher Kulte. Warum? Ganz einfach.

"Wenn Satan, das "Gegenstück" zu Gott ist, und somit auch zu Jesus, dann ist eine "Verehrung" völlig falsch. Denn alles wofür Satan steht, ist das Negative. Wenn also ein Satansjünger mit voller Inbrunst brüllt "Ich liebe Satan", ist das wohl eher das Kontraproduktivste, was es überhaupt geben kann. Ist Satan nicht durch Hass und Ablehnung geprägt? Wäre ich Satan, würde "LIEBE" genau das Gegenteil bei mir bewirken. Denn wenn ich Hass propagiere, will ich nichts von Liebe wissen. Es ist also eher so, das jeder dieser "Jünger" ihren "Lord" eher mit voller Inbrunst hassen sollten, weil er sich genau daran ernährt. Ebenso, sind sämtlicher "Opfer", egal welcher Natur auch falsch, das nach allen Aussagen über ihn, er es ist, der sich Opfer nimmt, weil das Akt des Tötens nur ihm gebührt."

Es amüsiert mich im Grunde zu tiefst, das gerade diese Jünger mit ihrem Tun und Handeln, die Kräfte Satans eher schwächen, denn fördern. Ein guter Ausgleich zu all den "gläubigen" Christen, die Satan eigentlich tatsächlich seine Macht geben, weil er sich auch von ihrer Furcht "ernährt".

Abschließend, möchte ich noch erwähnen, das es nicht richtig ist, das die Kraft aus dem Bösen, wesentlich intensiver ist. Sie ist kurzweilig, inkohärent und äußerst Schwach. Sie wird nur als intensiver wahrgenommen, weil sie der Stofflichen Ebene näher ist. Wenn man es genau betrachtet, kann nämlich weder die Gute noch die Böse Kraft stärker sein, als die jeweils andere, weil es ein Ungleichgewicht erzeugen würde, und das, wie wir ja alle wissen, kann gar nicht passieren, da alles im Gleichgewicht ist. Es ist also nur die menschliche Wahrnehmung, die vermeintlich Vorgaukelt, das das Böse mehr "Power" hat.

Lieben Gruß und frohes neues Jahr,
Mythos The Elder


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Atlan
Mitglied des inneren Kreises

Atlan

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Seit: 13.12.2009
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#99112 gepostet am 01/01/2010 21:13:19 Uhr
Liebe Interessengemeinde:

Es ist wesentlich, das Böse zu präsentieren, um Ihm seinen
Platz zuzuweisen, - aber auch Ich denke, dass die Zeit seiner
Verherrlichung vorbei sein sollte, und wenn sie das für uns nicht
ist, haben wir tiefen Grund zu´r Sorge ...

"Schwarze Messe":

Grundlegend ist "schwarz" überhaupt nicht "böse", ebenso wie
"weiss" nicht "gut" bedeutet, - das ist wichtiger, als allgemein
bekannt. -

Es geht nicht darum, was getan, gedacht oder geschrieben wurde,
- es "geht um den Inhalt des Sachverhaltes":
Der Inhalt des "Sachverhaltes Schwarze Messe" =
"eine Erkenntnis des Ursprunges zu erhalten". -

"Schwarz" ist die "Messe" deshalb, - weil "vor dem Urknall =
dem ersten Lichtaufkommen = der Offenbarung der lichten =
sichtbaren Welten, - der Ursprung als "schwarz" im Sinne von
"lichtlos" erfassbar ist.-

Und das ist keine "Idee", - das ist "die einzige Form, die
natürlichen Gegebenheiten unserer anwendbaren Wahrnehmung
in Form eines Ritus zu zelebrieren". -

Eine "weisse Messe" dagegen ist "eine Beschwörung der
geoffenbarten = sichtbaren und darum "lichten" Welt. -

Eine "Messe" = "ein bewusst separierter Zeitraum, der
ausschlieslich zu diesem Zwecke angewandt wird". -

Warum ist das so wichtig ?

Weil es nichts dümmeres gibt, als in einer schwarzen Messe
das Böse zu beschwören, - es bedeutet: "Du begibst Dich an
den nähestmöglichen Punkt zu Deinem eigenen Ursprung, um
dort unfreundliche Ideen auszubrüten, und rufst möglichst
machtvolle Wesen, Dir dabei zu helfen"...

Ganz davon abgesehen, dass machtvolle Wesen, das sicher
niemals wollen würden, - sonst hätten sie ja keine Macht, - be-
wirkt man damit rein nichts als das "die ausgebrüteten Ideen mit
der Macht Deines gerufenen Ursprunges auf Dich zurückfallen",
- wie jedwede Handlung zu´m Handelnden, zu seinem Schöpfer
zurückkehrt, - und umso mehr Andere Du hineinziehst, desto mehr
Andere werden sich gegen Dich erheben...

Es gibt wirklich verständlichere und einen Selbst beschenkendere
Zauberformen, als diese Art von Bewirken. -

- meint Atlan. -


. - Was ich erfahre, wird Wirklichkeit. -
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Nahemi
Neuling

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Seit: 27.12.2009
(offline)

#99523 gepostet am 12/01/2010 10:15:29 Uhr
Ich möchte / muss hier auch noch mal meinen Senf dazu geben.

Das was hier passiert ist vorzeigbares Schubladendenken.

Vampir = dunkel dunkel = böse

Diese Gleichung geht nur nicht auf!!!

Wie Atlan schon erwähnte Dunkel ist NICHT gleich Böse und Hell NICHT gleich Gut.

Ohne Licht, kein Schatten und keine Dunkelheit und andersherum...sprich auch frei gesetzte Energien sind gleichwertig...

Wenn man es direkt auf Energien anwendet und wie diese Wiederum auf Menschen / Wesen aller Art wirken sieht es wie folgt aus.

Dunkle Energie werden meist als sehr ruhig (fast zu ruhig) tief (schier Bodenlos) empfunden, das versetzt viele in Angst...

so ist es also nur eine Sache des persönlichen empfindens.


Meine Loyalität ist legendär, meine Freundschaft unzerstörbar. Aber beides ist nur schwer zu erlangen
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Cathy
Altmitglied des inneren Kreises

Cathy

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Seit: 26.11.2009
(offline)

#99524 gepostet am 12/01/2010 10:53:38 Uhr
Seid gegrüsst,...

@ Nahemi

Ihr habt in Euren Worten das Ausgedrückt, welches ich anders formuliert hätte.

@ mein werter Lord Atlan,

Eure Antwort ist mal wieder brilliant,...!!!

Wesshalb scheut sich jeder was direkt zum Thema zu sagen?
Wir wollten hier nicht von Magie und schwarzen Messen reden, sondern darüber was es bedeutet, wie der Vampirismus in satanischen Kulten etabliert ist.

Das ist schwierig, nicht?

Ich beginne mal ganz vorsichtig:

Es hat damit zu tun das es überall auf der Welt Vereinigungen gibt, die eine Glaubensrichtung im Bereich Satanismus anstreben.
In Ihren Häusern gibt es Regeln, die jedes neue Mitglied lernen und stillschweigend in sich tragen muss. Wenn Regeln gebrochen werden kann dieses auch sicher selten bis zum Tode führen...meisst findet nur eineVerbannung statt, der Jenige wird aber sein Lebtag gezeichnet sein...
In den engen Gemeinschaften die die sich untereinander noch mal aufspalten, den nicht jeder der hinein gelassen wird, in eine Gruppe, ist gleich berechtigt alles mit erleben zu dürfen. Er muss sich Annerkennung erschaffen und dies ist schwer... Dort gibt es die sogenannten Blutrituale die der Vampirgesellschaft auch sehr nah kommen...Ich spreche nicht von Blutfetischisten...
Somit gibt es sicher eine Verbindung die mit Vampirismus gleichggestellt werden könnte...

*verbleibe so*

Cathy


Unsterbliche Wesen können nicht sterben...
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MythosTheElder
User

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Seit: 06.12.2009
(offline)

#99642 gepostet am 14/01/2010 12:02:35 Uhr
Lady Cathy,

ihr habt gar nicht so unrecht damit, das es "Verbindungen" gibt. Zu meinem Bedauern muss ich feststellen. Denn es nervt mich immer wieder, das unsere Art mit jener der menschlichen "Satanisten" in einen Topf geworfen wird.

Sämtliche dieser kulturellen Verfehlungen haben eines gemeinsam. Und ich bitte es mir nachzusehen, das ich hier Werturteile, obwohl ich eigentlich immer um Objektivität bemüht bin. Satanismus hat in alle Richtungen grundsätzlich eine "Opferritenstatus". Doch zu 99% opfert man sich nicht selbst, sondern andere. Sei es Tiere, Menschen, Pflanzen, immer wieder gerne wird einer Wesenheit oder einer Gesellschaft gegenüber geopfert, die zwar existiert, aber deren Wesen sie gar nicht richtig erfasst haben. Denn selbst "Satan" hat eine dualistische Wesenheit. Vielleicht sollten alle diese Personen dieser "Pseudoreligionen" damit anfangen, sich selbst zu opfern. Denn ich frage mich, ob ihre Liebe zu Satan nicht ganz schnell aufhören würde, wenn sie das tun müssten.

Im Gegensatz dazu stehen die Vampire (und Lycaner) die keinen Opferritus im herkömmlichen Sinn haben. Das Blutritus ist eine freiwillige Gabe von einer Person an eine Andere. Und wir opfern nicht damit, sondern schaffen eine tiefgehende Verbindung. Und nur die fehlgeleiteten Pseudovampire und unwissende Vampire frönen dem Kult auf die falsche Art und Weise.

Darum erbitte ich auch immer wieder, das man die beiden Kulturen nicht in einen Topf wirft. Denn sie sind so dermaßen weit von einander getrennt, das man ganze Universum dazwischen platzieren könnte.

MFG
Mythos The Elder


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