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Vampir-Club Forum - #7455 - Was ist Gothic ?
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Vampir-Club Forum » Die Szene » Was ist Gothic ?

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Darlla
Vorstandsmitglied

Darlla

1410 Beiträge
Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
Seit: 14.10.2008
(offline)

#7455 gepostet am 27/09/2015 10:51:32 Uhr (7 Antworten eingegangen, 2004x gelesen)
Liebe Gemeinde,

Gothic und Vampire gehören für mich irgendwie zusammen. Viele Komponenten sind hier similar: Dunkelheit, Leben & Tod, Mystic, in ein anderes Leben eintauchen.

Aber man muss hier ein wenig unterscheiden, zwischen dem, als was und woraus die Szene entstand und dem, was die Szene einzelnen Anhängern wirklich bedeutet. Denn jeder hat seine ganz eigene persönliche Meinung, seine eigene Einstellung und ein ganz eigenes Lebensgefühl. Die Gothic-Szene gilt als sehr ästhetische, introvertierte und ausgesprochen friedliche Kultur mit meist sensiblen, wenn auch mitunter Mitgliedern die sehr zurückgezogen leben.

Die Gothic-Kultur ist eine Subkultur, die Anfang der 1980er Jahre aus dem Punk- und New Wave-Umfeld hervorging. Sie existierte in den 1980er und 1990er Jahren im Rahmen der Dark Wave-Bewegung und bildet heute den Hauptbestandteil der so genannten Schwarzen Szene. Die Anhänger der Gothic-Kultur werden meist als Goths oder Gothics bezeichnet.

Dies als kleiner Einstieg zu dem spannenden Thema "Gothic".

Seid bedacht.

Darla


Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.
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Adamon
Altmeister

Adamon

436 Beiträge
Aus: Wo man mich verweilen lässt ...
Seit: 16.04.2010
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#106415 gepostet am 27/09/2015 20:21:09 Uhr
Ich habe nie eine Gothic-Szene kennengelernt,
nur vor sehr vielen Jahren zwei Mitglieder derselben,
mit denen es recht schwer war, zu kommunizieren,
- sie sprachen praktisch nicht...

Insofern kann Ich nichts darüber aussagen,
wer oder was sich in dieser Szene tummelt,
- dazu ein Auszug:

" - Es gibt eine "Mischszene",
- die sich mit dem Begriff der "Gothik" ausweist,
- doch ein Begriff ist eine Erklärung
für die Annahme eines Ausmasses,
- und sagt somit nichts über die Wesenheiten
der so benannten Szene aus". -


Gesegnetes Sein, - Adamon. -


"Es gibt drei Arten von Menschen:

- Solche, die SEHEN,
- Solche, die Sehen, wenn Sie
ES GEZEIGT BEKOMMEN und
- Solche, die NICHT SEHEN". -

(Leonardo da Vinci)
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Darlla
Vorstandsmitglied

Darlla

1410 Beiträge
Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
Seit: 14.10.2008
(offline)

#106463 gepostet am 04/10/2015 10:16:09 Uhr
Lieber Adamon,

in der Tat, gibt es Menschen in dieser Szene die sehr in sich gekehrt sind und es schwer haben, sich außerhalb dieser NICHT - Gothic Szene auszudrücken. Nicht weil sie nicht wollen, sondern eher aus dem Umstand heraus, das man sie nicht versteht, oder gar verurteilt. Es ist schwer beide Parteien zueinander zu bringen.

Die Durchschnittsbevölkerung wird vom Goth zum Teil negativ wahrgenommen, etwa als konservativ, konsumorientiert, intolerant, egoistisch und vom Gesetz der sozialen Bewährtheit geleitet. Aus der Ablehnung dieser Werte resultiert eine demonstrative Distanzierung zur Gesellschaft. Aus dem Versuch der Bewältigung der Zwänge, der emotionalen Kälte und der Vereinheitlichung des Individuums in der heutigen Gesellschaft treten wiederum die zelebrierte Melancholie und die Ideale des Individualismus und der Toleranz hervor, das was die Szene größtenteils ausmacht.

Der Drang zum Individualismus innerhalb der Gothic-Szene, wobei die Dunkelheit und die Unfarbe schwarz eine besondere Rolle bei fast allen Gothics spielen, erschwert eine eindeutige Definition dieser, sowie die Zuordnung ihrer Mitglieder. Religiöse und politische Fragen werden unter Gothics durchaus thematisiert, allerdings nicht einheitlich beantwortet. Eine gewisse Sehnsucht nach dem Mittelalter und seinen Mythen und Sagen ist bei einigen Mitgliedern der Szene anzutreffen. Dabei handelt es sich jedoch häufig um ein romantisiertes Bild des Mittelalters, das viele Gothics vor Augen haben und das in manchen Fällen eine Flucht vor der realen Welt ermöglichen soll, jedoch auch teilweise einfach genossen wird wie etwa durch Mittelaltermusik.

Die Dunkelheit wird gelegentlich als ein schützender Mantel oder Zufluchtsort empfunden, woraus man beispielsweise den Hang zur hauptsächlich schwarzen Kleidung ableiten kann. Meine Wenigkeit war auch lange Zeit in dieser Szene und ich habe mich dort immer wohl gefühlt, beschützt, man war wie eine Familie. Bis heute ist dieses Gefühl geblieben. Man hat sich verstanden, auch ohne Worte. Man kann sein, so wie man will, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen, oder auch darüber das man sehr sensibel oder traurig in jenen Momenten ist. Ohne sich anhören zu müssen: "Was ist denn jetzt schon wieder los?"

Die Gothic Szene ist ein Zufluchtsort, jedenfalls habe ich es so empfunden. Als ich um meinen Vater und um einen Bruder getrauert habe, konnte ich mich hier verstecken und Zeit finden zu mir Selbst zu kommen, in der normalen Gesellschaft konnte ich das nicht. Aber ich habe auch die Ablehnung gespürt, aber je mehr man diese Ablehnung gespürt hat, desto mehr hat man rebelliert. Jedenfalls hat man die Gesinnung, das man dann in Ruhe gelassen wird, weil die Menschen einen großen Bogen um einen machen.

Seid bedacht.

Darla


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Lillian_
Myste

Lillian_

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Seit: 06.10.2015
(offline)

#106494 gepostet am 06/10/2015 16:09:35 Uhr
Genaugenommen entstand die Gothickultur ab Mitte der 70er in England aus der Punkszene heraus; Die Punks wollten Dinge bewegen und ändern, auf agressiven Wegen, einige wollten das nicht und nach und nach etablierte sich eine eigene Bewegung, die zwar auch Dinge ändern wollte, aber auf friedlicheren Wegen; ändern tun die Gothics zwar nichts, aber dafür haben wir heute eine hübsche Subkultur, in der einige heimisch werden; Darkwave etc. lieferte die bekannten Details im Äußeren und der Musik... und schwupp: heute haben wir die uns bekannte Gothickultur.
Die Gothicszene selbst ist inzwischen extrem unübersichtlich geworden mit den unterschiedlichen Stilrichtungen; EBM, Darkwave, Medival Metal, Darkmetal, Gothic, Electric, Romantics und so weiter und so weiter... alles sehr eklektisch und nicht mehr sehr überschaubar für einige, von daher auch sehr unterschiedlich in den Ansichten und Einstellungen, was oft zu Verwirrungen führt.

Als jemand, der seit 15 Jahren in der Gothickultur herumschlawienert und nebenher auch in der Vampyrgemeinsschaft, muss ich allerdings sagen, dass ein Gothic nicht gleich ein Vampyr ist, was ich aber schon herausgelesen habe, dass das hier nicht gemeint ist ;) Es ist überwiegend die Kleidung und die beidseitige Verbundenheit zur dunklen Seite des Lebens :)

Mit Grüßen Lillian_

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 06.10.2015 um 16:13h bearbeitet ]


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Darlla
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Darlla

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#106645 gepostet am 19/10/2015 16:34:22 Uhr
Liebe Gemeinde,

Die Gothic-Szene oder wie sie auch genannt wird Gothic-Kultur, ist eine Szene mit vielen verschiedenen Facetten. Die Gothic-Szene entstand als multikulturelle Jugendszene, sie ist zusammengesetzt in verschiedene Splitterkulturen. Bis zur Jahrtausendwende bildete die Gothic-Szene den Knotenpunkt der Schwarzen Szene und ist dies auch heute noch.

Hervorgekommen ist die Szene aus der Punk und New-Wave Bewegung, einen grossen Einfluss hatte die Depro-Punk-Szene. Die Depro-Punk-Szene sah nur den Untergang, das Negative durch Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung und vieles mehr. Die Goth's wandelten diese Negative Eigenschaft um in eine etwas romantisch angehauchte Philosophie um.

Das Basiselement - das die Entwicklung der Gothic-Bewegung ermöglichte, war das Zusammenwirken von Musik (Gothic Rock) sowie Faszination an abseitigen Themen wie Tod und Vergänglichkeit (hierraus erklärt sich das Interesse an den Gothic Novels und an der Schwarzen Romantik), die im Zuge der Neuen Deutschen Todeskunst ihren Höhepunkt fand, sowie ein extremes Faible der Selbstinszenierung.

In diesem Sinne.

Seid bedacht.

Darla


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Lillian_
Myste

Lillian_

41 Beiträge
Seit: 06.10.2015
(offline)

#106649 gepostet am 19/10/2015 17:46:37 Uhr
Ich habe es endlich wiedergefunden, wenn auch nicht die Seite, die ich eigentlich suchte (damals war Internet noch rar auf dem Land und ich habe ein Buch, das sich "Gothic" nannte, gehabt, was im Zuge von Umzügen verloren ging -.-)

Ergänzend zu Darllas Ausführungen nun also: "[...]Als heutige Jugendszene reichen die Anfänge des Gothic zurück in die englische Punk-Bewegung Ende der 1970er Jahre. Dort wurde bereits die Kritik am Establishment, die jedoch noch eine positive – zumeist anarchische – Alternative den tatsächlichen Verhältnissen gegenüberstellte, mit einer pessimistischen Zukunftsperspektive verbunden (no future). Die Musik von Bands wie Bauhaus, Christian Death, Sisters of Mercy oder The Cure setzte sich gegenüber dem bunt aggressiven Punk ab mit düster-introvertierten Klängen sowie schwarzer Kleidung zwischen modrigem Leichenhemd und Rokoko-Kleid. Neben der – oft als Beleidigung verstandenen – Außenbezeichung Grufti wurde die Schwarze Szene auch gerne als Dark Wave oder New Romantics bezeichnet. Erst in den 1990er Jahren setzte sich der Ausdruck Gothic durch.[...] **

In dem Buch, das ich damals hatte (vor ca. 14 Jahren über EMP bestellt, keine Ahnung ob das noch im Angebot ist) steht es eben noch etwas ausführlicher.


** Quelle: http://remid.de/info_gothic/

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 19.10.2015 um 17:47h bearbeitet ]

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 19.10.2015 um 17:48h bearbeitet ]

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 19.10.2015 um 17:48h bearbeitet ]


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Weizenenzym
User

Weizenenzym

63 Beiträge
Seit: 13.11.2015
(offline)

#107016 gepostet am 28/12/2015 11:52:08 Uhr
Hallo Zusammen,

Gothic bedeutet für mich, frei sein, sein leben zu leben, intensiver zu leben, ich seh die welt mit anderen augen, irgendwie tiefgründiger. gothic bedeutet für mich das zu leben, was ich liebe, einfach ich sein und so akzeptiert zu werden, wie ich bin, allerdings bin ich auch ein großer Fan der Musik un der Szene an sich. Ich finde, sie ist eine Abspaltung des Normalen, und nicht normal zu sein, ist immer spannend. Cool sein...

Grüsse, Jean


"Mit meiner Kraft zerstöre ich,
Mit meinem Schwert töte ich,
Mit meiner Macht beherrsche ich,
Mit meinem Blut korrumpiere ich."
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Sophie
Neuling

20 Beiträge
Seit: 21.10.2019
(offline)

#107605 gepostet am 21/10/2019 12:14:06 Uhr
Was Gothic für mich bedeutet:

Ich lebe die Gothic-Kultur, weil ich mich in der "Bunti-Welt" nie richtig Zuhause gefühlt habe, wenn man schon als Kind nicht dazugehört, ändert sich das meines Erachtens als Erwachsener auch nicht. Ich war/bin schon immer nachdenklicher und kritischer gewesen als die Menschen in meiner Nähe.

Ich wurde deshalb abgelehnt, weil ich nie so unbekümmert und oberflächlich wie die anderen war. Ich trage überwiegend schwarz um mich von Modetrends und Äusserlichkeiten zu distanzieren. Ausserdem bedeutet schwarz für mich aber auch Seriösität, Eleganz und Stärke denn die Dunkelheit bedeutet Sicherheit für mich.

Ich gehe nicht mit dem Mainstream der Gesellschaft und sage das auch öffentlich, dabei mag ich das Gefühl unter Gothics Gleiche zu finden und auch den gepflegten Umgang mit Repekt voreinander schätze ich sehr. Ich liebe tiefgründige Gespräche und bin auch gerne mal ironisch und auch sarkastisch.

Ich habe auch ein Faible für Gedichte und mag Kunst und die Romance-Dekade. Musik finde ich kann man alles hören was die momentane Stimmung hergibt, denn daran mache ich Gothic nicht fest. Es ist eine Sache der inneren Überzeugung und Werte die nicht mit denen der Normalo-Gesellschaft übereinstimmen müssen. Es ist ein Lebensgefühl und kein Modetrend ob man ein Gothic ist oder nicht.

Für mich bedeutet Gothik vor allem eines: freiheitliches Denken, d.h sich dem üblichen Mainstream nicht zu beugen. Es bedeutet aufrichtig zu sein und Unwissende aufzuklären und mein Kleidungs-Style ist dezent-schwarz denn ich bin keine Modepuppe, ich will nicht unbeding nur auffallen.

Ich gehe mit einen Gesellschafts-kritischen Blick durch's Leben,wende aber auch Selbstreflektion an. Ich mache Gothic nicht an der Musik oder am Kleidungs-Style fest, denn das gehört dazu WIE ein Gothic zu leben aber nicht einer zu SEIN.Und wenn sich jemand ernsthaft dafür interessiert anders zu sein als der heutige Mainstream, kann man ihm/ihr gerne beratend zur Seite stehen.

Schwarzherzlich: Sophie


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