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Vampir-Club Forum - #6261 - Die Zukunft der Menschen und "Wir"
Vampir-Club Forum Freitag, 10. April 2020
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Vampir-Club Forum » Menschen & Gesellschaft » Die Zukunft der Menschen und "Wir"

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Darlla
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Darlla

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Aus: zwischen der Hölle und dem Nirgendwo
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#6261 gepostet am 13/12/2009 17:31:47 Uhr (49 Antworten eingegangen, 4616x gelesen)
Werte Gemeinde,

Ich habe heute über das Zusammenleben in der Zukunft von den Wesen der Schattenwelt und den Menschen nachgedacht. Es ist, dass das Böse nicht nur mehr als konstruiertes Bild eines äusseren Feindes auftritt, sonden es gehört inzwischen zu den immanenten Stukturen einer komplexen Weltgesellschaft. Nicht ein äusserer Feind, sondern die Menschen zerstören die Grundlagen unserer Existenz. Damit haben die Menschen den Göttern die Arbeit abgenommen. Der Schriftsteller Carl Amery nennt dies die "Rückkehr der Apokalytischen Reiter." Das Haupt- und Innenwesen der alten Gottestaten war der Tod als Wirkkraft nachhaltigen Lebens; das Wesen der neuen Apokalyptik, jedenfalls ihr wesentlichen Gerichtetsein, ist die scheinbare Übewindung des Todes, eine Überwindung, die ihrerseits zum tödlichen Sieg wird, zum möglicherweise letzten und endgütligen Sieg über eine von uns bewohnbarer Zukunft....Der Tod, da war der alte Gebieter über Hunger, Pest und Krieg - aber der neue ist, auf eine grausig groteske Weise sein gerades Gegenteil, gewissermassen der Tod des Todes, das Schwinden seines Gewichtes und seiner Macht in der Waagschale des ständigen Lebens/Tod-Gerichts über uns.

Dies könnte man als modernen Ausdruck der Position des Kirchenvaters Augustinus bezeichnen, der die Lehre von den Erbsünde eingeführt hat. "Der Mensch ist böse, weil er in der Sünde gezeugt wurde." Modern ausgedrückt - der Mensch ist böse, weil er in Systemen mitwirkt, die schädliche Folgen haben. Die Menschen sind in Strukturen eingezwängt, die ihren eigenen Untergang beschleunigen. Allerdings kann man dafür niemanden mehr verantwortlich machen, denn im öffentlichen Diskurs ist kein Platz mehr für den Teufel und auch nicht den lieben Gott. Weder dem einen noch dem anderen kann man die Schuld geben, und deshalb bleibt der Mensch als alleine Verantwortlicher übrig. Je mehr die Menschheit an ihrem Überlebensprogramm arbeiten, so ist zu befürchten, das sie noch mehr Kriege führen, die bittere Erkenntnis dass sie nicht mehr die Herren der Welt sind, die sie einst bevölkern haben und hatten.

Was meine ich damit ? Es kennzeichnet eine Tendenz, bestimmte neurartige gesellschaftliche Phänomene der Verdinglichung analytisch aufeinander zu beziehen. Einerseits werden Dinge menschlich beseelt, um sie zu verstehen, andererseits das menschliche Leben verdinglicht. Wie das Unbelebte so erfolgreich ist, sind Menschen bemüht, sich zu vergegenständlichen. Sie wollen die toten Dinge vermenschlichen, wenn es schon nicht so einfach ist, ihre Grazie und ihren Effekt zu erreichen. Nicht der Vietnamese ist sympatisch, sondern das Bier. Fair behandelt wird nicht der Zigeuner, sondern das Reihenhaus. Nicht die Kanditatin bewegt sich graziös, sondern die Rakete. Und so ist mit den Wesen der Schattenwelt auch. Die Menschen haben sich selbst überlebt, weil sie das, was sie fabriziert und angerichtet haben, sinnlich und seelisch nicht mehr erfassen können. Das individuelle Leben wird nichtig. Die Menschen leben in einer Kultur des Lebens im Nichtigsein, des Totlebens und es Totsterbens: totwirtschaften, totarbeiten, totlangweilen, totschlagen.

Die Menschen schreien nach Leben, die Angst nur noch zum Schein zum Leben, lässt die Menschen immer schneller rennen um ihr Lebne, weil ihr individueller Tod ihre gesellschaftliche Stellung objektiv besiegelt. Und mit Ihrem verzweifelten Kampf nach Leben, sind "wir" mittendrin.

Hochachtungsvoll

Darla


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Gast
#98409 gepostet am 13/12/2009 18:09:53 Uhr
Guten Abend, mylady Darla:

Ihr habt recht mit Euren Erfahrungen, mit Euren Wahrnehmungen
und Euren Schlussfolgerungen, - ungeachtet all dessen jedoch,
hat sich der Mensch vor allen Dingen seinen intuitiven Zugang zu
seinen Kräften beraubt, - und das,- "musste er tun"..., - es war
eine evolutive Notwendigkeit, die mit der Vorherrschaft seines
Grosshirnes begann, - und wird auch nicht sein Ende bedeuten,
- was die heutigen Schlagzeilen indes natürlich nicht widerspiegeln...

Es mag einer absurden Annahme gleichkommen, aber "auch die
Art der Menschen wird erwachsen", - und "die Überwindung der
Vormachtstellung seines Grosshirnes" ist in der Tat seine bisher
grösste Herausforderung und muss diese Welt zum Erbeben bringen. -

"Hoffnung" ist immer "das Gesamtkontinuum des Möglichen",
"Zweifel" immer "das Ergebnis unganzheitlicher Zugänge",
- weshalb ich denke, dass wir unsere Ansichten von unseren
Hoffnungen, nicht aber von unseren Zweifeln ableiten sollten. -

- meint Atlan.-


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Lord_Aim
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Lord_Aim

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#98416 gepostet am 13/12/2009 19:16:48 Uhr
Guten Abend Lady Darla,

Nun der Mensch war einst ein Tier das intuitiv wusste was richtig und was falsch war, dann wurde der Mensch zu einem "vernünftigen" Wesen. Er hatte seine Blütezeit jetzt exestiert nicht mehr der Menschen sonder eher die Kultur ähnlich eines Bakteriums das sich stück von Fleisch rausreißt und sie mit sich selbst füllt.

Dennoch glaube ich nicht das der Mensch die Götter abgelöst hat, sie beobachten ja nur finden das Spektakel intressant. Selbst ich finde es auf der einen Seite höchst amüsant aber auf der anderen seite Ekelt dieser Zufall des Universums mich an. Doch "wir" wie ihr es so schön nanntet sind meiner Meinung nach nicht direkt in diesem Zerstörungsprozess, wir können ihn betrachten, was bedeutet das wir einen ausgelagerte Stellung besitzen.

Nun wie die Zukunft aussehen wird. Das kommt auf ein paar Grundlegende entscheidungen an. Am Ende werden wir alle in einer Schlacht kämpfen, auf der einen Seite die Menschheit auf der anderen wir. Dann wirdsich entscheiden ob die Menschen stärker sind als wir oder wir stärker als sie.


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Darlla
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Darlla

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#98417 gepostet am 13/12/2009 19:37:31 Uhr
@ Ich grüsse Euch werter Lord Aim,

ist es der Krieg auf das es hinauslaufen wird ? Es kommt mir seltsam vor, das dies der einzigste Ausweg vielleicht sein soll um die Menschheit wachzurütteln, die Erkenntnis das es nicht nur eine Seite gibt, sondern zwei:die Menschen und "wir".

Ich denke, so ist es manchmal und für manchen Menschen besser, tot zu sein als zu leben; bei den Menschen aber, für die der Tod besser ist, scheint es uns vielleicht seltsam, dass diesen nicht erlaubt sein soll, sich selbst diese Wohltat zu erweisen, sondern dass sie einen fremden Wohltäter abwarten müssen um zu begreifen. Und wer wird wohl dieser Wohltäter sein ?

In diesem Sinne.

Hochachtungsvoll

Darla


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Gast
#98421 gepostet am 13/12/2009 20:09:57 Uhr
Seid gegrüsst werte Lady Darla,

mal wieder ein sehr schwieriges und komplexes Thema welches Ihr hier darstellt. verbeugen / Ehrdarbietung

Die Menschheit ist nur noch ein billiges Produkt ihrer selbst.
Sie wird doch schon lange von höhreren Wesen geleitet,
warum sollten sie ausgelöscht werden?
Immer wenn ein Mensch meint was entdeckt zu haben und bevor er es in die Welt hinaus schreien kann ist er schon stumm. Die zusammenkünfte von Menschen die Aufständig werden könnten sind schon lange unter Beobachtung....
auch unsereins denkt unterdrückt zu sein, ja das ist so gewollt....


mit freundlichem Gruss


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Lord_Aim
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Lord_Aim

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#98422 gepostet am 13/12/2009 20:19:09 Uhr
Nun werte Lords und Ladys der Gast hat nicht unrecht.

Es ist nunmal so das der Mensch in der Tat geleitet wird aber nicht von höheren Wesen, diese beschützen ihn nur.

An Lady Darla,

es ist so das der Kreig unausweichlich ist, zurzeit tobt er in den Schatten und eines Tages wird er ans Licht tretten auch wenn es zur zeit mit allen mitteln verhindert wird von beiden Parteien. Aber es wird unweigerlich der Tag kommen wo die Menschheit ein Feindbild braucht und die die danach trachten uns zu vernichten die werden dann unsere Identität preisgeben. Es mag pranoid klingen aber so sehe ich die Situation, die einzige frage die ich nicht beantworten kann ist der Zeitpunkt.

mit hochachtungsvollen Grüßen,

Lord Aim


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Gast
#98423 gepostet am 13/12/2009 20:34:10 Uhr
Seid gegrüsst werter Lord Aim,

danke für Eure Worte... Smilie

und ja es brodelt und es gibt hier und da nicht schönes zu sehen... welches ich mich auch als Gast grad wohler fühle...

es wird noch dauern...

*verneig*


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Darlla
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#98424 gepostet am 13/12/2009 20:36:44 Uhr
@ An den werten Gast,

Nun, die Menschen sind verführbar, das ist es ? Aber wer verführt sie ? Angesichts der Erfahrung scheint mir die Annahme einer die Menschen verstrickenden, übermenschlichen, bösen Macht rationaler zu sein, als der Verzicht dieser Annahme. Oder nicht ?

@ Werter Lord Aim,

Wenn dem so ist mein Freund, dann besteht doch für jeden, der dorthin kommt, wohin ich jetzt bin, ein Ort des Friedens, die grosse Hoffnung an jenem Orte, wenn überhaupt irgendwo, das in reichem Maße zu erlangen, worum wir uns in dem gegenwärtigen Leben so sehr bemühen. Dann ist also die Reise, die ich jeder antreten muss oder sollte, mit einer herrlichen Hoffnung verbunden, das wir irgendwann doch friedlich zusammen leben.

Ach...freilich es ist lächerlich..in der Wahrheit ist es so, wir alle bereiten uns auf das Sterben vor, und der Tod ist für uns weniger schrecklich als für die Menschen.

In diesem Sinne...

Darla


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Gast
#98426 gepostet am 13/12/2009 20:43:26 Uhr
Lords & Ladies:

Ich zweifle nicht daran, dass alle, die das Erlöschen suchen,
es auch erringen werden, - habt Ihr den Wunsch, zu enden ?

fragt sich Atlan. -


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Gast
#98427 gepostet am 13/12/2009 20:48:13 Uhr
Seid gegrüsst werte Darla,

ich gebe Euch recht, die Menschen lassen sich mittlerweile von vielem Verführen. Durch das Verführen wird ihr Verstand geblendet, klappt noch ganz gut...
Jeder würde gern die Macht haben, leider!
Mir wäre es auch lieber das alle gleichberechtigt wären, aber dann müsste es einen Auslöser geben und welcher wäre das?

*verneig*


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Darlla
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Darlla

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#98428 gepostet am 13/12/2009 20:53:57 Uhr
@ an den werten Atlan,

Man sagt, der Tod sei eines der grossen Übel. Und so ertragen denn die Tapferen unter uns den Tod aus Furcht vor noch grösseren Übeln. Ja, so ist es, weil "wir" ihn fürchten, ausser den Menschen, denn es ist widersinnig aus Furcht und Feigheit tapfer zu sein.

Vernünftige Einsicht allein ist die wahre Münze, schwerlich der rechte Tausch zur Erlangung der Tugend, indem man sich vor dem Tod fürchtet.

*geht verwirrt hinaus in die Nacht*

Hochachtungsvoll

Darla


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