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Verfall der deutschen Sprache-Denglisch


JackHarkness
Neuling

8 Beiträge
Seit: 26.01.2015

gepostet am 26/04/2015 05:56:16 Uhr (18 Antworten eingegangen)
Hi Leute

Muss mal was loswerden,was mir heute beim Einkaufen ziemlich auf die Nerven ging :
Ist euch mal aufgefallen,dass unsere Sprache zum grossen Teil hauptsächlich aus Fremdwörtern anderer Sprachen besteht?

Denglisch,das kann man auch so wunderbar im Supermarkt erfahren,wenn der Kaffeekeks dann Muffin oder Pencake heisst.Ich staune nur(und kaufe nicht,weil ich gerne weiss WOFÜR ich mein Geld ausgebe)wenn dann die Lebensmittel,die wir kaufen sollen alle auf Englisch bezeichnet werden.Und was soll ein Snack sein,hiess das nicht einmal Zwischenmahlzeit ?Oder muss ich ein Ticket kaufen für die Ubahn,wenn ich es unter Fahrkarte kenne?Mit Sicherheit nicht,und die alten Leute die kein Englisch in der Schule hatten,brauchen also kein Essen oder Fahrkarten?Das Problem ist die verdammte Amerikanisierung unseres Landes,da wir immer mehr Begriffe auch aus dem Englischen übernehmen.

Wie findet ihr das,ist es"cool"oder nervt das Denglisch einfach nur ?

Die Wahrheit ist wie ein Rohdiamant,am schönsten ungeschliffen.

   
 

Adamon
Altmeister

442 Beiträge
Seit: 16.04.2010

gepostet am Uhr 14/09/2015 10:21:57
Werter Jack:

Mich persönlich nervt es schon ein Bisschen,
doch Ich bin auch kein wirklicher Maßstab dieser Zeit,
- und nun, - nach Generationen der Seperation zwischen
den Ländern, Kulturen und auch Sprachgruppen,
ist es vermutlich eher gesund, das sich das alles wieder
einmal durchmischt und wird letztlich auch zu einer
gesünderen und widerstandsfähigeren Menschheit führen. -

Und natürlich wird es immer Individuen geben, denen es wichtig ist, ihre Sprache zu erhalten und die dafür sorgen werden,
das sie nicht wirklich ausstirbt, - doch, - Hand auf´s Herz,
- was Wir wirklich brauchen ist eine geeinte Menschheit,
- völlig gleich, was Wir dafür einbüssen, - und es ist besser
eine kulturelle Identität zu verlieren als einen Heimatplaneten. -

Gesegnetes Sein, - Adamon. -


:herz:

"Es gibt drei Arten von Menschen:

- Solche, die SEHEN,
- Solche, die Sehen, wenn Sie
ES GEZEIGT BEKOMMEN und
- Solche, die NICHT SEHEN". -

(Leonardo da Vinci)

   

Raemm
Neuling

17 Beiträge
Seit: 12.09.2015

gepostet am Uhr 14/09/2015 20:45:09
Guten Abend.

Die "Verwaschung" der Sprache ist wohl unaufhaltsam - ich erwische mich oftmals selbst beim Denglisch, auch wenn ich es nicht für gut heiße.

Meiner Meinung nach ist eine völlige Mischung von Sprachen nicht gut; ich gehöre wohl zu den von Adamon von Eden erwähnten Individuen, die gern die Vielfalt der Sprache schützen möchten. Die Menschheit ist auf einem guten Wege, Englisch tatsächlich als eine "Weltsprache" zu etablieren - und so sollte es auch sein, jedoch als Zweitsprache.
Seine eigene sprachliche Identität aufzugeben nur um mit der Welt kommunizieren zu können kommt für mich nicht in Frage.

Grüße

Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.

   

aysun
Anwärter des inneren Kreises

181 Beiträge
Seit: 03.03.2012

gepostet am Uhr 16/09/2015 22:58:32
Meiner Meinung nach ist die Mischung der Sprachen unaufhaltsam! Ich selbst habe durch meines Berufes auch viel mit Älteren Menschen zu tun, deshalb bemühe ich mich immer wieder die deutsche Sprache schön anzuwenden,
Doch so sehr ich mich auch bemühe dringd das Denglish hervor was mir zeigt das man Denglish nicht oder schwer stoppen kann

   

silentsleep
Anwärter des inneren Kreises

149 Beiträge
Seit: 12.02.2011

gepostet am Uhr 17/09/2015 09:15:25
Guten Morgen,

Ich frage mich, warum so viele Menschen sich über Denglisch erzürnen. Natürlich verstehe ich, dass man seine Kultur bewahren will, mit Bräuchen, Sprache und allem Drum und Dran.

Doch Sprache ist etwas Lebendiges, etwas was sich stehtig verändert.
Vor weit mehr als hundert Jahren hatten wir eine ähnliche Situation. Allerdings war hier der "böse" Fremdspracheneindringling Französisch.
Ist noch niemanden aufgefallen, wie viele Französische Wörter, Begriffe und Muster es im deutschsprachigen Raum gibt?
Portmonee = Geldbörse
Nesessaire = Reisetäschchen
Bonbon = Zuckerl
Déja Vue
Visage
Jalousie

Die Liste ließe sich sehr lange fortsetzten.
Die Sprachvermischung kan nicht nur durch die französischen Besatzer in den napolianischen Kriegen zustande, sonder auch durch den Fakt, dass die französische Kultur lange Zeit ein Trendsetter für viele Bereiche war, ob Mode, Architektur, etc.
Heute passiert genau dasselbe, nur dass das neue Vorbild die USA sind. Nicht zuletzt durch Hollywood wird die westliche Kultur auf der ganzen Welt verbreitet.
Es ist nur ein natürlicher Prozess der Entwicklung, welcher durch die Globalisierung schneller vorranschreitet als früher.
Ein Austausch zwischen den Menschen.

Stille Grüße
s.

Die Hoffnung ist wie ein Floh.
Einmal gehabt, wird man sie nie wieder los.

   

Darlla
Vorstandsmitglied

1410 Beiträge
Seit: 14.10.2008

gepostet am Uhr 18/09/2015 10:34:27
@Silentsleep - es ist schön, das Ihr wieder zugegen seid. Ich freue mich auf weitere Beiträge von Euch.

Liebe Gemeinde,

die Sprache reagiert mit einer solchen Empfindlichkeit auf die Besonderheiten einer Gesellschaft, dass nicht nur zwischen zwei Gesellschaften, sondern bereits zwischen zwei Gruppen innerhalb derselben Gesellschaft Sprachunterschiede auftreten. Ein der ältesten, das heißt ins vierte vorchristliche Jahrtausend zurückreichende, Überlieferungen der Menschheitsgeschichte besagt, dass in der sumero-akkadischen Städten zweierlei Sprache gesprochen wurde: eine Männersprache, eme-ku, und eine Frauensprache, eme-sal ( was soiel bedeutet wie "Sprache der Vorsichtigen").

Sollten schon in dieser Frühzeit Männer und Frauen sich nicht mehr verstanden haben ? Kein Geringerer als Eudard Meyer hält an dieser Überlieferung fest. Vor ein paar Jahren hat jedoch Ibrasny, demm wir die Entzifferung der Keilschrift und der Hieroglyphe der Hethitervölker verdanken, Zweifel geltend gemacht.

Man begreift aber nicht recht, weshalb; denn selbst heute noch gibt es zahlreiche Völker, bei denen Männer und Frauen sich verschiedener Sprache bedienen. Unsere Sprache, in ihrer gegenwärtigen Gestalt, die wir in leicht utopisch-idealisierender Weise, aber letztlich doch mit mit guten Grunde, als normal bezeichnen können, ist das mechanische Ergebnis, vielleicht besser gesagt, die Resultante des Zusammenwirkens der verschiedenen Gesellschaftsschichten.

Und diese beruht nicht etwa auf zufälligen Unterschieden, sondern auf der grundlegendenTatsache, dass diese verschiedenen Schichten Wesensträger sind, deren jedem innerhalb des Daseins unserer Normalsprache eine besondere Aufgabe zukommt.

In diesem Sinne.

Seid bedacht.

Darla

Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.

   

Lillian_
Myste

41 Beiträge
Seit: 06.10.2015

gepostet am Uhr 10/10/2015 22:31:27
Guten Abend :)

Ich muss hier schmunzeln^^ Silentsleep und Darlla haben es schon sehr treffend ausgedrückt: Es gibt keinen Sprachverfall. Sprache unterliegt der genannten Lebendigkeit wegen einer kontinuierlichen Veränderung und Weiterentwicklung, nicht mehr und nicht weniger. Wer die Sprache lebendig hält, liegt auf der Hand: Der Mensch. Einzig kann man von sogenannten "toten Sprachen" reden, wenn eine Sprache nicht mehr gebräuchlich ist. Das beste Beispiel ist Latein. Lange Zeit wurde Latein in der antiken Welt gesprochen, dann kamen Sachsen, Angeln, Germanen... der Rest ist Geschichte und Silentsleep hat es bereits genügend aufgeschlüsselt.
Dieses Phänonem der sich verändernden Sprache gibt es aber nicht nur in Deutschland, sondern ist um die gesamte Welt verteilt. Überall dort, wo Mensch auf Mensch aus anderen Ländern und Kulturen trifft, beginnt eine solche Sprachentwicklung, nur ein Nebeneffekt der Globalisierung. Lediglich Menschen, die abgeschottet von der restlichen Welt leben, werden wohl immer ihre eine Sprache ohne Einflüsse sprechen.
Sodann; Sprachveränderung ist kein Verfall, er ist nur die Möglichkeit für neue Begriffe, Termini, Literatur.

Gruß Lillian_

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 10.10.2015 um 22:32h bearbeitet ]

[ Nachricht wurde von Lillian_ am 10.10.2015 um 22:33h bearbeitet ]

   

Darlla
Vorstandsmitglied

1410 Beiträge
Seit: 14.10.2008

gepostet am Uhr 15/10/2015 11:32:25
Liebe Gemeinde,

Die Sprache, das Sprechen, ist das, was die Leute sagen; es ist das gewaltige System von Wortbräuchen, wie es sich bei einem bestimmten menschlichen Kollektiv eingebürgert hat. Das Individum, die Person, steht von Geburt an unter dem Sprachzwang, der von diesem Bräuchen ausgeht. Darum ist die Muttersprache vielleicht die ausgeprägteste und eindeutigste aller sozialen Erscheinungen. Durch sie verschaffen sich die Leute Eingang in unser Inneres, werden dort ansässig, machen aus einem jeden von uns ein Einzelfall der Leute.

Die Muttersprache vergesellschaft des Innerste unseres Wesens, und diesem Umstande ist es zuzuschreiben, daß jegliche Individuum einer Gesellschaft zugehört, ihr zugehört im stärksten Sinne dieses Wortes. Es kann aus der Gesellschaft, in der es geboren und erzogen wurde, ausbrechen, aber bei dieser Flucht geht die Gesellschaft mit; denn es trägt sie unauslöschlich in sich.

Aristoteles Ausspruch vom Menschen als dem geselligen Lebewesen kann auch in diesem Sinne auffassen, und dann faßt man ihn richtig auf. Der Mensch ist ein soziales Lebewesen, mag er auch, was häufig vorkommt, ungesellig sein. Seine Sozialität , das heißt seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaft, hängt nicht von seiner Sozialität , seinem Gesellungsvermögen ab. Die Muttersprache hat ihm für immer einen Stempel aufgedrückt. Und da jede Sprache ihre besonderes Weltbild hat, nötigt sie ihm, neben mancher glücklichen Potentialität, auch eine ganze Reihe radikaler Begrenzungen auf. Das innerste Wesen eines jeden Menschen ist bereits durch eine bestimmte Gesellschaft geformt und gebildet.

Aber auch das Umgekehrte kommt vor. Das Indivdium, das etwas sehr Eigenes und darum Neues sagen will, findet in der Sprache der Leute Keinen Verbalbrauch vor, der zur adäquaten Äußerung dieses Neuen dienen könnte. Also erfindet das Individum einen neuen Ausdruck. Wie z.B. Demglisch o.ä. Ist ihm dieses Glück beschieden, von einer hinreichenden Zahl an Personen wiederholt zu werden, so kann es geschehen, dass er sich am Ende als Verbalbrauch einbürgert.

In diesem Sinne.

Seid bedacht.

Darla

[ Nachricht wurde von Darlla am 15.10.2015 um 11:36h bearbeitet ]

Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.

   

Avidan
User

44 Beiträge
Seit: 06.01.2016

gepostet am Uhr 19/01/2016 10:05:37
Werte Mitglieder,

man liesst es oft in den Medien, das Kritik laut wird am Verall an der deutschen Sprache. Ich habe das Gefühl sie wird immer ärmer und überhäuft von irgendwelchen Modewörtern und auch vom Schreiben von sms, Mails oder Blogs. Ich habe das Gefühl eine richtige Grammatik kann keiner mehr so richtig.
Ich gebe den Kritikern wirklich recht. Ich finde die deutsche Sprache sehr interessant, sie ist sehr kraftvoll, sehr facettenreich, kann poetisch sein oder aggressiv und hat eine tolle Aussagekraft. Und, ehrlich gesagt, erwarte ich von meinem Gegenüber, dass er sich wenigstens Mühe gibt die Sprache korrekt zu benutzen. Niemand ist perfekt, aber man kann erwarten das man seine Muttersprache korrekt und repsektvoll einsetzt.

Liebe Grüße

Avidan

Verharrt in Stille und Dunkelheit, Schwestern. Unsere Zeit ist fast gekommen.

   

Gast
gepostet am Uhr 30/01/2017 19:36:38
hallo,

ich kann dazu nur sagen, dass die sprache nichts statisches ist, sondern sich laufend verändert. das war in der vergangenheit so und wird auch in der zukunft sein.

   

Darlla
Vorstandsmitglied

1410 Beiträge
Seit: 14.10.2008

gepostet am Uhr 16/02/2017 19:16:47
Werte Lady Primavera,

Es geht weniger darum, das sich eine Sprache verändert durch den Lauf der Zeit, sondern eher primär den Umstand das die eigentliche Ursprungssprache aufgrund der Moderne in ihre Bestandteile zerfällt und dies ist ein traurige Umstand.

Seid bedacht.

Herzlichst,
Darla

Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.

   

Gast
gepostet am Uhr 17/02/2017 22:22:59
danke, dass du mich als lady bezeichnest, ich würde mich nicht als lady bezeichnen.

   

Leliana
User

35 Beiträge
Seit: 30.01.2017

gepostet am Uhr 18/02/2017 17:49:14
@ primavera

... Ihr gefallt mir immer besser :applause:

:rose:
Leliana

   

Darlla
Vorstandsmitglied

1410 Beiträge
Seit: 14.10.2008

gepostet am Uhr 19/02/2017 09:22:29
Werte Lady Primavera,

Die Bezeichnung "Lady" tituliert den respektvollen und höflichen Umgang miteinander und wir legen hier darauf großen Wert, dessen solltet Ihr Euch bewusst sein und ich bitte Euch Euch daran zu halten, die Bezeichnung "Du" gehört nicht dazu.

@ Liebe Lady Leilana:

Die Geflogenheiten und der Umgangston sollte Euch eigentlich bekannt sein, schließlich seid Ihr schon lange zugegen.

Herzlichst,
Darla

Wenn die Nacht einfällt, bedeckt sie die Welt
mit undurchdringlicher Dunkelheit.
Kälte steigt vom Boden auf und verpestet die Luft.
Plötzlich...hat das eine neue Bedeutung.

   

Leliana
User

35 Beiträge
Seit: 30.01.2017

gepostet am Uhr 19/02/2017 14:16:23
Liebe Werte Darla,

Meine Gedanken waren eines anderen Ursprungs, dass eventuell "Lady Primavera", keine Lady sei (?).

Nur ein Gedanke, ein kleiner Hauch von Gedanken...

Nun seid Ihr eine Lady oder ein Lord, geehrter User Primavera???

Schönen Sonntag wünsche ich Euch,
Leliana :engel:

   

Adamon
Altmeister

442 Beiträge
Seit: 16.04.2010

gepostet am Uhr 20/02/2017 06:06:35
Ladies:

- Ihr habt wirklich Sorgen... :totlach:

Naturgegeben weiss man im Forentreiben immer nur,
was Einem/r ein User zu wissen erlaubt,
- rein theoretisch könnten alle Ladies hier
Lords sei und umgekehrt. -

Mich, - für meinen Teil, - kratzt das herzlich wenig. -

Ich gehe nämlich davon aus, dass eine Person
mit Ihrer Titulierung etwas bezweckt, - wenn also
ein Individuum sich hier als "Lady" einträgt,
werde Ich es als Lady ansprechen, - und was
es ist, - ist seine/ihre Sache. -

Ich betrachte es nicht als meine Aufgabe, irgendwen
jenseits seiner/ihrer frei gewählten Titulierung auszuhorchen,
und möchte Ich wirklich mehr über jemanden erfahren,
- tue Ich so etwas per PN und nicht öffentlich kund. -

Im Übrigen sind mir immer wieder Damen begegnet,
die darauf pochten, keine Ladies zu sein, und damit
keineswegs Ihre Männlichkeit betonen wollten... :grins:


- Gesegnetes Sein, - Adamon. -


:kerze:

"Es gibt drei Arten von Menschen:

- Solche, die SEHEN,
- Solche, die Sehen, wenn Sie
ES GEZEIGT BEKOMMEN und
- Solche, die NICHT SEHEN". -

(Leonardo da Vinci)

   

Golden_Dorian
Anwärter der Vorstandsmitglieder

808 Beiträge
Seit: 15.09.2008

gepostet am Uhr 11/11/2017 15:03:29
Nun, Worte haben Macht!

Daran habe ich persönlich keinerlei Zweifel, da ich selbst das geschriebene Wort sehr verehre, wie natürlich auch das Ausgesprochene.

Gerade unsere deutsche Muttersprache bietet eine unendliche Vielfalt von Möglichkeiten an, seine Gedanken, Empfindungen und Aussagen auszudrücken, und ihnen dadurch zu ihrer Bedeutung zu verhelfen.

Ein einziger bewusst formulierter Satz vermag es Hoffnung zu erzeugen, Traurigkeit zu beenden, zu ermutigen, oder zu zerstören. Er beinhaltet gleichsam die Möglichkeit Menschen zu berühren und Vertrauen zu schaffen, oder aber auch Personen abzustoßen und Antisympathie zu erzeugen.
Darüber hinaus ist vieles mehr möglich, wenn man sich bewusst ist, das entscheidende Aussagen oftmals nicht von den eigentlichen Wörtern selber ausgedrückt werden, sondern sich auch gut versteckt zwischen den geschriebenen Zeilen befinden könnten.

Nimmt man einem Folk seine Sprache (auf welche Art auch immer), dann nimmt man diesem Folk auch gleichzeitig seine Identität, seine Vergangenheit und seine Kultur. Damit wiederum verliert man als Individuum einen wesentlichen Teil seiner Persönlichkeit und seine Möglichkeit, sich durch seine Ausdrucksweise von anderen abzuheben, und sich selbst als Person darzustellen und zu definieren.

Ja, Worte haben Macht. Aber leider sind sich immer weniger Menschen dieser Tatsache bewusst und erlauben es, das üble Anglizismen und die Gleichgültigkeit der eigenen Sprache gegenüber, ihre Persönlichkeit beschneiden und ihre Individualität minimieren.

Dies ist ein Umstand, der mich persönlich sehr traurig macht!

___________________________________

"Ehrt die Schönheit der Nacht und erfreut euch an ihrem Zauber".

___________________________________

   

silentsleep
Anwärter des inneren Kreises

149 Beiträge
Seit: 12.02.2011

gepostet am Uhr 16/11/2017 13:46:52
Werter Golden_Dorian,
erlaubt mir bitte auf Eurer Schreiben ein zu gehen.

Auch ich schätze die deutsche Sprache sehr. Allerdings sind für mich Anglizismen hier nicht das größte Übel - wie bereits geschrieben, sind sie für mich lediglich eine Weiterentwicklung die wir nicht aufhalten können. Sie in Maßen mit ein zu beziehen, tut niemanden weh.
Was mich jedoch wirklich in Rage bringt, ist vielmehr die Verschandelung unserer Sprache durch "Trendsprache".

Ich selbst gehöre noch lange nicht zum alten Eisen, aber ich fühle mich fast schon wie eine Großmutter, wenn ich schreibe:
Die Jugend (damit meine ich im Alter zwischen 13-18) vereinfacht und missbraucht die deutsche Sprache in einem Maße, dass alle Deutschlehrer dieser Welt einen Herzanfall bekommen.

Das viele mittlerweile Präpositionen weglassen, ist nicht neu.
Dann heißt es schnell: Gehen wir Kino?
Anstatt: Gehen wir ins Kino?
Traurig, aber das verkrafte ich noch.
Was mich jedoch regelrecht entsetzt, ist der kommende Trend, in dem alles nur noch so geschrieben wird, wie es allgemein im "Modesprache" gesprochen wird.
So wird aus von ein vong, Dialekte werden mitgemischt, und Anglizismen, die normalerweise kein Schwein verwendet, werden in den Sprach-Teig gemischt und was kommt heraus:
Eine übel riechende Masse, die einen Brechreiz in mir auslöst.
Diese "hippe" Sprache, höre ich zeitweise sogar in meinem Umfeld - und ich könnte heulen.

Ich habe eine Sprachausbildung, und empfinde die Deutsche Sprache als wunderbar wandelbar. Sie hat etwas edles an sich. Auch Englisch oder Französisch haben ihren eigenen Charakter, und ihre Vorzüge.
Doch was mich wirklich entsetzt, ist dieser Versuch, die deutsche Sprache zu modernisieren um ihr ein neues Image zu verpassen.
Viele junge Menschen empfinden Deutsch als "eingestaubt", und versuchen mit einer extremen Mixtur aus Deutsch, Englisch und "Ghetto-Slang" (bitte entschuldigt die Wortwahl) eine neue Sprache zu kreieren, die kein Normalsterblicher versteht.
(Dazu tragen die Hipster auch sehr dazu bei)
Wenn man ab und an Anglizismen mit einstreut, weil einfach die deutsche Sprache keinen passenden Begriff dafür parat hat - kein Thema. Aber wenn nur noch 30% Deutsch in dieser Jugendsprache enthalten ist, ist meiner Meinung nach besorgniserregend.

stille Grüße
silent

Die Hoffnung ist wie ein Floh.
Einmal gehabt, wird man sie nie wieder los.

   

Kosima
Neuling

12 Beiträge
Seit: 22.10.2017

gepostet am Uhr 21/11/2017 17:38:06
Seid gegrüßt,

wenn unsere Politiker die teilweise in ihren Reden beim Bundestag, nicht nur Satzstellungen aufweisen, auch Wörter benutzen, wo sich mir alles dreht.
Wenn Vorbilder für Jugendliche, die Größen aus Film und Musik alle meinen immer nur Jung bleiben zu müssen und daher ihre Sprache im Stil der Kindchensprache anpassen.
Wie sollen die Kinder der Sprache gerecht werden?
So müssen Eltern daheim sehr darauf achten ihren Kindern gute Bücher, Filme und auch Diskussionen zu bieten.
Viel leidet unsere Sprache nun durch den frühen Gebrauch der Handys und deren Abkürzungen um schneller sich auszutauschen.

Also liebe Kinder und junge Leute: lesen, lesen, lesen... richtige Bücher ... keine Comics
:lach:

:engel: Kosima

Denke mit dem Herzen und zeichne im Kopf die schönsten Bilder.

   


Bereitgestellt am 29.02.2020 11:56

 
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